Bauamt stimmt Erweiterung offenbar zu Platz für weitere Jugendliche im Rekumer Wohnheim

Es gibt offenbar grünes Licht für die Erweiterung des Jugendwohnheims an der Rekumer Straße. Ein Bauantrag sei genehmigt, so Blumenthals Ortsamtleiter Peter Nowack. Allerdings müsse der Beirat noch zustimmen.
19.02.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Christina Denker

Es gibt offenbar grünes Licht für die Erweiterung des Jugendwohnheims an der Rekumer Straße: Nach Worten des Blumenthaler Ortsamtleiters Peter Nowack liegt mittlerweile ein entsprechender Bauantrag vor, der auch vom Bauamt bereits genehmigt worden sei. Allerdings müsse der Blumenthaler Beirat dem Antrag noch zustimmen.

Auf Grundlage dieses Bauantrages, der laut Nowack auch ein Brandschutzkonzept beinhaltet, könne das Obergeschoss des Heims für weitere straffällig gewordene unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bewohnbar gemacht werden. Das war bislang wegen einer fehlenden Nutzungsgenehmigung nicht möglich.

Aktuell vier Bewohner

Momentan leben in der Rekumer Straße 12 vier Jugendliche. Der Leiter des Wohnheims, Lothar Kannenberg, berichtete, dass es schon bald neue Aufnahmen geben könnte. Heute soll nach Angaben des pädagogischen Leiters Herbert Becker die Außentreppe aus Stahl geliefert werden. Nur über diese kann künftig die obere Etage erreicht werden – und nicht mehr über die Holztreppe im Haus. Grund sollen Brandschutzauflagen sein. Hinzu komme, berichtet Becker, dass die Räume, die künftig im Obergeschoss bewohnt werden sollen, mit je einer Feuerleiter ausgestattet werden müssten. Sonst, so Becker, würde das Bauamt keine Genehmigung erteilen. Insgesamt könnten dann in dem Gebäude bis zu acht Jugendliche mit ihren Betreuern leben. Mehr Plätze sieht Becker nicht, dafür sei das Haus nicht geeignet.

Pläne der Akademie Kannenberg

Wann die Räume bezugsfertig sind, kann er nicht sagen. Peter Nowack geht von August aus. Insgesamt lasse sich durch diese Maßnahme Platz für drei bis vier weitere Jugendliche schaffen, so Becker, der in diesem Zusammenhang andeutete, dass die Akademie Kannenberg im Umkreis ein zweites Haus für straffällig gewordene, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreiben möchte.

Zur derzeitigen Situation im Wohnheim berichtete Becker, dass sich die vier dort lebenden Jugendlichen recht gut verhielten. Derzeit versuche die Akademie Kannenberg, sie in Kursen unterzubringen, die sie auf den Schulbesuch vorbereiten. Auch der Wunsch nach Arbeit sei da: „Einer der Jungs hat in seiner Heimat im Gartenbau gearbeitet und würde das auch hier gerne tun. Zwei weitere der jungen Marokkaner haben zu Hause schon geschweißt.“ Auf alle Fälle wolle man eine weitere Aufnahme von problematischen Jugendlichen langsam angehen. Das sei mit der Sozialbehörde auch so abgesprochen.

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