Bezirksligist TSV Lesum-Burgdamm empfängt heute Bremen-Ligisten SV Grohn / Hampel spielt gegen Ex-Verein Pokal-Viertelfinale: Highlight hier, Hürde da

Lesum. Dem DFB/Lotto-Pokal sei Dank - der Heidberg steht wieder einmal im Blickpunkt des Interesses: Der in den Niederungen der Fußball-Bezirksliga versunkene TSV Lesum-Burgdamm empfängt heute um 18.30 Uhr im Viertelfinale den Bremen-Ligisten SV Grohn.
27.04.2010, 21:50
Lesedauer: 2 Min
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Von Jens Pillnick

Lesum. Dem DFB/Lotto-Pokal sei Dank - der Heidberg steht wieder einmal im Blickpunkt des Interesses: Der in den Niederungen der Fußball-Bezirksliga versunkene TSV Lesum-Burgdamm empfängt heute um 18.30 Uhr im Viertelfinale den Bremen-Ligisten SV Grohn.

Für den TSV Lesum bietet sich nicht nur die Chance, aus der Außenseiterrolle heraus für eine Überraschung zu sorgen, sondern auch den grauen Liga-Alltag für 90 Minuten zu vergessen. Denn in der Bezirksliga haben die Heidberger, bei denen in der Winterpause Lothar Hohnhorst die Nachfolge von Carsten Herrmann antrat, ihr Saisonziel - den sofortigen Wiederaufstieg - längst aus den Augen verloren. Mit 33 Punkten aus 25 Spielen sind sie Tabellensiebter. 'Eine schwierige Situation. Wir haben weder mit dem Aufstieg noch mit dem Abstieg etwas zu tun', erklärt Lothar Hohnhorst, warum es beispielsweise jüngst nur ein 2:2 gegen Schlusslicht Werder Bremen IV gab.

Schwierig ist die Situation auch für den SV Grohn - aber aus einem absolut nicht vergleichbaren Grund. Die 'Husaren' strampeln um den Klassenerhalt und haben nach der Winterpause schon entscheidenden Boden gutgemacht. Der Abstand zu einem Nicht-Abstiegsplatz wurde auf zwei Punkte verringert. Wie passt in diese Situation eine zusätzliche Pokalpartie, wenn am Sonntag das wichtige Duell mit der SG Aumund-Vegesack auf dem Programm steht? 'Natürlich wollen wir weiterkommen und dann gegen den FC Bremerhaven oder OSC Bremerhaven gewinnen und ins Finale einziehen. Das wäre doch eine einmalige Geschichte', erklärt Juan Schrader, dass der Pokal trotz des Abstiegskampfes einen hohen Stellenwert hat. Damit die 'Husaren' seinen vorgezeichneter Weg auch beschreiten, verspricht er, dass 'meine Spieler Lesum nicht unterschätzen, denn das ist für die ja die einzige Chance.' Schrader beschreibt die Rollenverteilung aufgrund der Qualitätsvorteile für sein Team so: 'Für Lesum ein Highlight, für uns eine

Hürde.'

Klar, dass die Lesumer am Heidberg eine möglichst hohe Hürde errichten wollen. 'Der Pokal ist immer etwas ganz Besonderes. Meine Spieler wollen sich gegen einen zwei Klassen höher spielenden Gegner beweisen. Wir werden Vollgas geben', kündigt Lothar Hohnhorst an. Doch zumindest personell werden die Platzherren mit angezogener Handbremse fahren, denn mit Mirko Hohnhorst und Bastian Haskamp fallen verletzungsbedingt wichtige Kräfte aus, Rudi Jäger ist rot-gesperrt und das Mitwirken der ebenfalls Bremen-Liga-erprobten Michel Haskamp, Matthias Nadolski und Mohammed Amidouch ist zudem fraglich. Beim SV Grohn fehlen Peter Bailote Penisga und Deniz Semerci definitiv, angeschlagen sind Dimitrios Tsaknakis, Savas Kaleli und Marcel Steffen.

Ob in dem von der Papierform her ungleichen Duell Spannung aufkommt oder nicht, hängt natürlich auch maßgeblich von den Torhütern ab. Und genau auf dieser Position wird es in interessantes Duell geben. Beim SV Grohn steht der Ur-Lesumer Marco Hampel zwischen Pfosten (Schrader: 'Für ihn vielleicht die letzte Möglichkeit, gegen seinen Ex-Verein im Herrenbereich zu spielen. Bahadir Kilickeser hat sofort gesagt, dass er spielen soll'), beim TSV Lesum-Burgdamm Bastian Burghardt, der seinerzeit Marco Hampels Nachfolge antrat.

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