1. Mai Drei Mai-Demos mit 5700 Teilnehmern – Verkehrsbehinderungen erwartet

Nach zwei Jahren Pandemie werden in Bremen voraussichtlich wieder Tausende Menschen am Tag der Arbeit auf die Straße gehen. Auch ein "revolutionäres Bündnis" zieht durch die Innenstadt.
01.05.2022, 09:20
Lesedauer: 2 Min
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Drei Mai-Demos mit 5700 Teilnehmern – Verkehrsbehinderungen erwartet
Von Björn Struß

In den vergangenen zwei Jahren stand der Tag der Arbeit ganz im Zeichen der Pandemie. Jetzt werden in Bremen wahrscheinlich wieder tausende Menschen den 1. Mai nutzen, um am Sonntag mit politischen Botschaften auf die Straße zu gehen. Laut Innenressort begleitet die Polizei inklusive des Vorabends drei Demonstrationszüge, die Anmelder rechnen mit insgesamt 5700 Teilnehmern. 

Von 5000 geht schon allein der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) für seine Veranstaltung aus. Diese größte Demonstration beginnt um 10.15 Uhr am Weserstadion und endet gegen 12 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Domshof. Schwerpunkt der Polizeiarbeit ist aber eher eine Demonstration vom "Bündnis internationalistischer & revolutionärer 1. Mai".

Die Bremer Polizei wies via Twitter daraufhin, dass es vor allem im Innenstadtbereich zu Verkehrsbehinderungen kommen kann und Autofahrer daher etwas mehr Zeit einplanen sollen, wenn sie im Bereich der City unterwegs sind.

Der DGB hat sich für das Motto "GeMAInsam Zukunft gestalten" entschieden. Die Organisatoren der Konkurrenzveranstaltung schlagen einen anderen Tonfall an. "Der 1. Mai ist ein revolutionärer Kampftag und keine sozialdemokratische Feierlichkeit", heißt es in einem online verbreiteten Aufruf. Das Bündnis versammelt sich um 13 Uhr am Bahnhof, 500 Demonstranten sind angemeldet. Voraussichtlich ab 13.30 Uhr geht es über Herdentor, Schüsselkorb und Domsheide in die Neustadt. Ab 16 Uhr beginnt auf dem Lucie-Flechtmann-Platz ein Abschlussfest mit Musik.

Gefordert war die Polizei bereits am Sonnabend, als sich um 20 Uhr das "Aktionsbündnis take back the night" am Hauptbahnhof versammelte. Hier hatten die Organisatoren 200 Teilnehmer angemeldet, die über Domsheide Richtung Ziegenmarkt im Viertel ziehen wollten. Ziel war das Alte Sportamt zwischen Osterdeich und Weser, ein Treffpunkt der linksradikalen Szene. Die Demonstration richtete sich gegen Gewalt an Frauen, Lesben, Inter- Nichtbinär- und Agender-Personen, zusammengefasst als "Flinta". Den nächtlichen Protestzug besuchten laut Polizei rund 360 Menschen.

Im vergangenen Jahr kamen zu einer vergleichbaren Flinta-Demo laut Polizei 340 Personen, einige lieferten sich ein Katz-und-Maus-Spiel und zündeten Feuerwerkskörper. Im Umfeld des "revolutionären 1. Mai" verzeichnete die Polizei Farbschmierereien. Für dieses Jahr erklärt Sprecherin Rose Gerdts-Schiffler für Innenressort und Polizei: "Erkenntnisse über Gewaltaufrufe im Netz liegen nicht vor. Die Lage wird von den Sicherheitsbehörden täglich neu bewertet." In der Nacht zum 1. Mai werde die Polizei auch angesichts der Tanz- und Musikveranstaltungen erfahrungsgemäß gefordert sein.

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