Aktivisten aus Deutschland und Griechenland Bremer Friedenspreis zeichnet Engagement für Geflüchtete aus

Sie helfen Geflüchteten aus Syrien: Eine Aktivistin, ein Aktivist und eine Initiative, die sich für geflüchtete Kinder und deren Familien engagieren, werden mit dem Bremer Friedenspreis ausgezeichnet.
19.10.2021, 15:18
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Von sha

Beim 10. Bremer Friedenspreis 2021 stellt die Stiftung "die Schwelle" das Engagement für Menschen in Kriegs- und Krisengebieten in den Mittelpunkt. Die mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird aufgrund der
Pandemie jedoch erst am 20. Mai 2022 in der Rathaushalle in Bremen vergeben.

Ausgezeichnet werden Aktivistinnen und Aktivisten aus Deutschland und Griechenland, die sich für geflüchtete Kinder und deren Familien aus Syrien engagieren. "Sie kämpfen unermüdlich für Versöhnung und Frieden weltweit und schaffen einen Zufluchtsort für Geflüchtete in Griechenland", heißt es in der Mitteilung der Stiftung. 

Jacqueline Flory erspart Familien gefährliche Flucht

Als Friedensarbeiterin an der Basis wird Jacqueline Flory geehrt. Die Übersetzerin, Autorin und alleinerziehende Mutter aus München startete 2015 eine Initiative, als viele Menschen aus den syrischen Kriegsgebieten nach Europa flüchteten. Sie habe den geflüchteten Menschen sowohl im benachbarten Libanon als auch in ihrem Heimatland Syrien geholfen und ihnen dadurch eine lebensgefährliche Flucht in das vermeintlich sichere Europa erspart, teilt "die Schwelle" mit. Der aus dieser Initiative entstandene Verein "Zeltschule e.V." baut seit 2016 zudem Schulen für geflüchtete Kinder. 

Der Preis für den Friedensbotschafter im öffentlichen Leben geht an den katholischen Theologen Clemens Ronnefeldt, der sich seit seiner Kriegsdienstverweigerung 1979 aktiv für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ein. Er ist Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes.

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Lebensmittel für geflüchtete Familien 

Die Initiative Lesvos Solidarity erhält den Preis der Spenderinnen und Spender für ermutigende Initiativen. 2012 begann Efi Latsoudi, Initiatorin der Initiative, auf der griechischen Insel Lesbos mit einer kleinen Gruppe von Einheimischen und Freiwilligen, Lebensmittel und anderes Lebensnotwendige an Geflohene und andere Schutzbedürftige zu verteilen. "Die Angebote sind allen frei zugänglich, zeichnen sich durch kulturelle Vielfalt und gemeinschaftliche künstlerische Gestaltung aus", erklärt die Stiftung.

Seit 2003 vergibt die Stiftung "die Schwelle" den Internationalen Friedenspreis. Stiftungsvorsitzende Anette Klasing betont, dass sich alle Friedenspreisträgerinnen und -Träger mit ihrem Engagement für Menschen in Krisen und Kriegssituationen einsetzen, indem sie nicht nur humanitäre Hilfe und Bildung organisieren, sondern auch öffentlich für Menschenrechte und ein Leben in Würde und Frieden eintreten.

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