Gedenktag oder Feiertag? So erinnert Deutschland heute an den 8. Mai

Am 8. Mai 1945 endete das Regime der Nationalsozialisten. Wie soll Deutschland dessen heutztage gedenken? Am besten ohne den Begriff „Befreiung“, sagt Wolfgang Kissel von der Uni Bremen.
08.05.2021, 05:00
Lesedauer: 5 Min
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So erinnert Deutschland heute an den 8. Mai
Von Lisa Urlbauer

Sie war ein Wendepunkt im Umgang mit der NS-Diktatur: die Rede von Richard von Weizsäcker, 40 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges. „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“, sagte der damalige Bundespräsident am 8. Mai 1985 in einer Gedenkstunde im Bonner Bundestag. In Nachdrucken, Ton- und Filmaufnahmen wurde die Rede anschließend massenhaft verbreitet, auch über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus. Mit ihrem Bekenntnis zu Schuld und Erinnerung grenzte sie sich deutlich von der bis dahin vorherrschenden Erinnerungspolitik ab. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit hat in Deutschland eine wechselvolle Geschichte. Wie das Land erinnert und gedenkt, wird auch 76 Jahre nach Kriegsende immer wieder neu ausgehandelt.

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