Immobilienriese an der Weser

Annington investiert in Bremer Wohnungen

Fast 10.000 Wohnungen gehören dem Immobilienriesen "Deutsche Annington" in Bremen. Bis zum Herbst soll ein Teil der Gebäude energetisch modernisiert werden.
14.02.2015, 00:00
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Annington investiert in Bremer Wohnungen
Von Andreas Holling
Annington investiert in Bremer Wohnungen

Die Finanzzentrale der Deutschen Annington in Bochum.

dpa

Fast 10.000 Wohnungen gehören der Deutschen Annington an der Weser. Damit ist der Bochumer Immobilienriese nach der Gewoba der größte private Hausbesitzer in Bremen. Bis zum Herbst soll ein Teil der Gebäude energetisch modernisiert werden. Insgesamt acht Millionen Euro stellt der Konzern dafür in diesem Jahr zur Verfügung. Dies erklärte Annington-Vorstandsmitglied Klaus Freiberg in einem Gespräch mit dem WESER-KURIER.

Die Modernisierungsarbeiten sollen bereits im März anlaufen. Insgesamt 300 Wohnungen erhalten bis Oktober eine neue Wärmedämmung für die Fassade. Darüber hinaus sollen die Gebäude mit einer Geschossdeckendämmung und Energie einsparenden Fenstern versehen werden. Bis zu 30 Prozent des Energieverbrauchs solle dadurch eingespart werden, so Freiberg.

Von der Investition profitieren vor allem Wohnungen in besseren Lagen: im Steintor, am Osterdeich, im Peterswerder und in Schwachhausen. Viele schlecht ausgestattete Immobilien der Deutschen Annington (DA) in Bremen liegen allerdings in den sozial benachteiligten Quartieren – im Osten und Südosten sowie in Bremen-Nord. Sie hat der Konzern durch den Kauf der Bremischen-Mutter Vitus ebenso übernommen, wie zahlreiche Notunterkünfte für Obdachlose. Man sei sich seiner Verantwortung bewusst und werde auch dort investieren, so Klaus Freiberg. Um in den Brennpunktquartieren jedoch dauerhaft bessere Wohnbedingungen zu erreichen, seien aber auch begleitende Maßnahmen nötig – beispielsweise durch Sozialpädagogen.

Bundesweit steckte die DA im Jahr 2014 mehr als 100 Millionen Euro in die energetische Sanierung, weitere 60 Millionen flossen in die Schaffung von barrierefreiem Wohnraum. Im laufenden Jahr soll das Budget auf 200 Millionen Euro steigen.

Eine Vielzahl der Arbeiten an den Immobilien übernimmt die Deutsche Technische Gebäudeservice, kurz: Deutsche TGS. Sie ist ein Handwerker-Dienstleister und wurde als Gemeinschaftsunternehmen der DA und der B&O Service und Messtechnik gegründet. Im Nordwesten befindet sich die TGS jedoch noch im Aufbau. Rund 40 Handwerker gibt es bereits, mehr als doppelt so viele sollen es werden. „Wir suchen derzeit noch nach Personal“, sagt Freiberg. Dies sei auf Grund der guten allgemeinen Wirtschaftslage und des Fachkräftemangels aber nur sehr schwer zu finden.

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