Aktionen gegen Castor-Transport Atomkraft-Gegner organisieren Protest

Bremen. Der Castor-Transport startet bald von Frankreich nach Gorleben, wo er am Sonnabend erwartet wird. Auch der Protest läuft zur Hochform auf: Mehrere Busse bringen Demonstranten aus Bremen und dem Landkreis Verden ins Wendland. Noch sind Plätze frei.
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Bremen. Der Castor-Transport startet bald von Frankreich nach Gorleben, wo er am Sonnabend erwartet wird. Auch der Protest läuft zur Hochform auf: Mehrere Busse bringen Demonstranten aus Bremen und dem Landkreis Verden ins Wendland. Noch sind Plätze frei.

„Wir erwarten rund 800 Leute, die mit unseren Bussen nach Dannenberg fahren“, erzählt Anne Peper vom BUND Bremen. Am Mittwoch hat sie zwei weitere Busse geordert, da die ersten zehn bereits ausgebucht waren. Jetzt haben Protestwillige noch die Chance auf 100 Karten, die es für 20 Euro ausschließlich in der Geschäftsstelle des BUND am Dobben gibt. Los geht es am Sonnabend um 8.30 Uhr am Cinemaxx. Vor Dannenberg halten die Busse und es geht im einstündigen Fußmarsch weiter zum Verladekran, wo um 13 Uhr die große Kundgebung stattfinden soll. Mehr Informationen zur Aktion gibt es unter Telefon 0421/790020 oder www.bund-bremen.net.

Für den Landkreis Verden haben die Grünen zwei Busse organisiert: Ein Bus fährt um 9.30 Uhr aus Achim ab Gaswerkstraße (Bahnhof Nordseite). Plätze können bei Axel Eggers, Telefon 04202/885794, oder per Mail unter post@axel-eggers.de reserviert werden. Der zweite Bus fährt um 9 Uhr ab ZOB Verden. Hier können Plätze unter der Telefonnummer 04231/677957 oder per E-Mail unter anti-atom-demo@gruene-verden.de bestellt werden.

Die organisierten Fahrten der Bremer Grünen sind bereits ausgebucht.

Castor-Zug in Nordfrankreich komplett

Die elf Atommüllbehälter für den Castor-Transport nach Gorleben sind nach Angaben von Greenpeace in Nordfrankreich komplett zusammen. Die letzten der Spezialcontainer seien am Mittwoch von der Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague zum Bahnhof Valognes gebracht worden. Das teilte der Greenpeace-Atomexperte Yannick Rousselet mit. In Valognes sollen die Behälter auf Bahnwaggons verladen werden. Voraussichtlich am Freitag startet dann der Schwerlastzug. Der Castor-Transport muss rund 1000 Kilometer bis ins Zwischenlager Gorleben in Niedersachsen zurücklegen.

Beim bevorstehenden Castor-Transport nach Gorleben rechnen Gegner und Polizei mit einer Rekordzahl von Demonstranten. "Ich rechne damit, dass der bunte und kreative Protest des vergangenen Transports noch übertroffen wird", sagte Polizeieinsatzleiter Friedrich Niehörster am Mittwoch in Hannover. Die EU-Kommission erwartet derweil von den Mitgliedsstaaten bis 2015 konkrete Pläne für die Endlagerung ihres Atommülls. "Das Wendland steht kurz vor den größten Protesten, die es je gegen einen Castor-Transport nach Gorleben gegeben hat", erklärte die Organisation Robin Wood am Mittwoch in Bremen. Der Widerstand gegen den Transport wird dieses Mal durch die anhaltenden Konflikte um die von der Bundesregierung geplante Verlängerung der Atomkraftwerks-Laufzeiten und die Wiederaufnahme der Erkundungsarbeiten im potenziellen Atommüllendlager Gorleben angeheizt. (gor, mit Material von dpa und afp)

Kennen Sie weitere Mitfahrgelegenheiten zur Protest-Aktion in Dannenberg? Schreiben Sie uns Hinweise gerne an onlineredaktion@weser-kurier.de.

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