Kommentar über Zugausfälle in Bremen

Ausgebremst

Trotz Ersatzkonzept sind Zugausfälle zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bremer Norden noch immer an der Tagesordnung. Verantwortlich für diesen Zustand ist auch die Politik, meint Aljoscha-Marcello Dohme.
21.11.2019, 18:10
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Ausgebremst
Von Aljoscha-Marcello Dohme
Ausgebremst

Nahezu täglich fallen auf der Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bremer Norden Züge aus. Schuld daran ist die Infrastruktur.

Albrecht-Joachim Bahr

Nahezu täglich fallen auf der Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bremer Norden Züge aus. An der Nordwestbahn liegt das aber nicht mehr. Mit schmerzlichen Einschnitten für die Pendler, wie etwa verkürzten Zügen in der Woche, konnte das Unternehmen den Zugverkehr stabilisieren. Davon bekommen die Fahrgäste aber kaum etwas mit. Schuld daran ist die Infrastruktur. Die Pflege von Gleisen, Signalen und Bahnübergängen wurde über viele Jahre vernachlässigt und damit das System Schiene im wahrsten Sinne des Wortes kaputt gespart. Deshalb ist die Politik gefragt, deutlich mehr Geld als bisher in den Schienenverkehr zu investieren. Nur wenn die Anlagen gepflegt und regelmäßig erneuert werden, ist ein pünktlicher und qualitativ hochwertiger Personenverkehr auf der Schiene möglich.

Das nimmt Verkehrsunternehmen wie die Nordwestbahn allerdings nicht aus der Pflicht. Sie sind dafür verantwortlich, dass ihre Fahrgäste pünktlich von A nach B kommen. Dazu gehört auch, dass die Privatbahnen die zuständige DB Netz AG immer wieder auf Mängel an den Bahnanlagen hinweisen und die Probleme nicht als gegeben hinnehmen.

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