Bremer Bürgerschaftswahl

B+B stellt Kandidaten für die Wahl auf

Bremen. Spitzenkandidat der "Bremer und Bremerhavener Wählergemeinschaft" (B+B) wird Michael Busch, Präsident der Handwerkskammer. Auf Platz zwei wird Thomas Blaeschke geführt, Leiter der Bremer Musical Company im Waldau Theater.
18.02.2011, 05:00
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Von Bernd Schneider
B+B stellt Kandidaten für die Wahl auf

Michael Busch ist ab September nicht mehr Geschäftsführer der Handwerkskammer.

Roland Scheitz

Bremen. Spitzenkandidat der "Bremer und Bremerhavener Wählergemeinschaft" (B+B) wird Michael Busch, Präsident der Handwerkskammer. Das hat der Landesmitgliederversammlung am Donnerstagabend beschlossen. Auf Platz zwei wird Thomas Blaeschke geführt, Leiter der Bremer Musical Company im Waldau Theater.

Erste Frau auf der Liste ist Insa Wülbers auf Platz drei, Marketing-Leiterin in der DKV-Residenz am Wandrahm. Auf Platz vier kandidiert der Arbeitsrechtler Axel Adamietz, der in den frühen 80-er Jahren für die Bremer Grüne Liste in der Bürgerschaft saß, in den frühen 90ern dann für die FDP. Die größte Überraschung ist vermutlich Friedrich-Wilhelm Dopatka. Bis Mitte der 90er Jahre war er Staatsrat im Bremer Finanzressort und später Staatssekretär im SPD-Arbeitsressort des Landes Berlin. Er soll erst gestern seinen Austritt bei den Sozialdemokraten verkündet haben und findet sich nun auf Rang 10 der B+B-Liste. Wie erwartet kandidieren daneben auch der frühere Wirtschaftsstaatsrat Frank Haller (Platz 9) und Dehoga-Präsident Fritz Rößler (Platz 5). Insgesamt 21 Kandidaten zählt die Liste der Wählervereinigung. Dabei demonstrierte sie gestern große Geschlossenheit: Alle Bewerber errangen ihren Platz ohne Gegenkandidaten.

Die B+B wird getragen vom Verein "Selbstständiges Land Bremen", der die programmatische Grundlage für die Wählergemeinschaft entwickelt. An der Spitze des Vereins stehen unter anderem der Unternehmer Bernd-Artin Wessels und der ehemalige FDP-Landesvorsitzende Peter Braun.

In ihrer von 15 Mitgliedern unterzeichneten Gründungserklärung wirft die Wählergemeinschaft der Politik in Bremen unter anderem Passivität in Fragen des Finanzausgleichs vor. Die Landesregierung wirke nicht ausreichend darauf hin, das System der bundesweiten Finanzverteilung gerechter zu gestalten. Es benachteilige Bremen, weil es dessen "durchaus beachtliche Wirtschaftskraft" nicht honoriere. "Katastrophal und widersprüchlich" sei zudem die Bremer Verkehrspolitik. Zu den Schwerpunkten des Wahlprogramms zählen neben diesen Themen auch Bildung, innere Sicherheit und Mittelstandsförderung.

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