Bremen auf Platz 13 Bildungsmonitor: Licht und Schatten in Bremen

Berlin·Bremen. In Sachen Bildung ist Bremen „ein Bundesland der Extreme“. Zu diesem Schluss kommt der Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.
20.08.2014, 00:00
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Bildungsmonitor: Licht und Schatten in Bremen
Von Norbert Holst

In Sachen Bildung ist Bremen „ein Bundesland der Extreme“. Zu diesem Schluss kommt der Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Stärken in der Hochschullandschaft und bei der beruflichen Bildung stehen Schwächen bei der Bekämpfung der Bildungsarmut und der Schulqualität gegenüber. Im Vergleich der Bundesländer rutscht Bremen auf Platz 13, im Vorjahr hatte es noch zu Rang zwölf gereicht. Insgesamt attestiert die Studie dem Land aber „Fortschritte im Bildungssystem“.

„Bremen ist eine wichtige Akademikerschmiede“, lobt der Ländervergleich. In der Kategorie Hochschule und MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) belegt das Land sogar den ersten Platz. Vor allem im MINT-Bereich seien die Hochschulen hervorragend aufgestellt. Aber insgesamt heißt es: In Relation zum Gesamthaushalt gebe Bremen zu wenig Geld für Bildung aus, dies gelte vor allem für die allgemeinbildenden Schulen. Das bedeutet den letzten Platz bei den Bildungsausgaben. Niedersachsen macht es besser und kommt auf Platz sechs in dieser Kategorie. Gelobt wird in dem Report eine gesunde Altersstruktur der Lehrer, allerdings müssten die sich rechnerisch um relativ viele Schüler kümmern. Und die Studie warnt: „Bei den Unterrichtsstunden pro Klasse an den Grundschulen wies nur noch Baden-Württemberg einen schlechteren Wert auf.“

Im Gesamtvergleich verbessert sich Niedersachsen leicht auf Platz neun, im Vorjahr war es noch der zehnte gewesen. Beim Spitzenquartett hat sich nichts geändert: Sachsen führt vor Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg. Berlin bleibt abgeschlagen Schlusslicht, Nordrhein-Westfalen ist von 13 auf den vorletzten Rang gerutscht.

INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr sprach sich bei der Vorstellung des Bildungsmonitors gegen eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium aus, wie sie gegenwärtig in mehreren Bundesländern diskutiert wird. Laut der Studie zeigen mehrere Untersuchungen, dass des kaum Leistungsunterschiede zwischen G8-Schülern und G9-Absolventen gebe. Nun, so Pellengahr, drohe „einiger Wildwuchs“ in der Bildungslandschaft. Pellengahr: „Die Schüler bleiben die Versuchskaninchen der Politik, das ist der Skandal.“

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