Hauptversammlung in Bremen BLG glaubt an Offshore-Terminal

Der BLG-Vorstandsvorsitzende Frank Dreeke thematisierte am Dienstag bei der Hauptversammlung die aktuelle Diskussion rund um das Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB).
25.05.2016, 00:00
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BLG glaubt an Offshore-Terminal
Von Maren Beneke

Der BLG-Vorstandsvorsitzende Frank Dreeke thematisierte am Dienstag bei der Hauptversammlung die aktuelle Diskussion rund um das Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB).

Auch wenn es nicht das bestimmende Thema der Hauptversammlung der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft Aktiengesellschaft von 1877 war, so ganz umschiffen konnte und wollte der BLG-Vorstandsvorsitzende Frank Dreeke die aktuelle Diskussion rund um das Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB) an diesem Dienstagvormittag dann doch nicht. Bliebe die Bundesregierung bei ihren Ausbauzielen im Bereich erneuerbare Energien, „dann glauben wir daran, dass entsprechende Infrastrukturmaßnahmen benötigt werden“, sagte er vor mehreren hundert Aktionären, die ins Congress Centrum Bremen gekommen waren. Die BLG habe sich aus Überzeugung als Betreiberin beworben, weil nicht nur neue Windparks gebaut würden, sondern die Anlagen auch gewartet und repariert werden müssten.

Das vergangene Geschäftsjahr der BLG Logistics Group bewertete Dreeke als insgesamt zufriedenstellend, „weil es uns gelungen ist, unseren Wachstumskurs fortzusetzen“. In allen drei Geschäftsbereichen – Automobile, Kontrakt und Container – stiegen die Umsatzerlöse. Gleichzeitig sank der Vorsteuergewinn der Gruppe um 1,3 Prozent auf 29,7 Millionen Euro. Dreekes Fazit: Die wirtschaftliche Lage der Gruppe sei „stabil, aber steigerungsfähig“. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Stephan-Andreas Kaulvers, dankte den Vorständen sowie den BLG-Angestellten für ein „arbeitsreiches Jahr“.

Komplexes Zusammenspiel

Das Zusammenspiel der verschiedenen Firmen ist komplex: Die Bremer Lagerhausgesellschaft AG ist im Besitz der Stadt Bremen, die mit 50,4 Prozent Mehrheitseignerin ist, der Sparkasse Bremen, der Bremer Landesbank und der Aktionäre, die 24,4 Prozent der Anteile halten. Die BLG Logistics Group AG & Co. KG ist die operative Einheit, in ihren Geschäftsbereichen der Gruppe werden die Gewinne erwirtschaftet. Konkret werden die Geschäfte der BLG Logistics Group durch den Vorstand der AG geführt. Für diese Geschäftsführungstätigkeit sowie die übernommene Haftung, die bei der Aktiengesellschaft liegt, bekommt die AG eine Vergütung. Die Stadtgemeinde ist nicht aber nur an der AG beteiligt, sondern sie ist auch Kommanditistin der BLG Logistics Group (100 Prozent). Würde sich Bremen – aus welchen Gründen auch immer – dazu entscheiden, die Kommanditanteile an der Gruppe zu verkaufen, ginge das nicht ohne die Beteiligung der Aktiengesellschaft der von 1877.

Für das Geschäftsjahr 2015 weist die Bilanz der AG einen Gewinn von 1,54 Millionen Euro aus. Dieser Gewinn bildet die Grundlage für die Dividendenausschüttung. Mit 40 Cent je Stückaktie bleibt die Dividende auf Vorjahresniveau. Nach Unternehmensangaben verzeichnete die Aktie im vergangenen Jahr einen Wertzuwachs von mehr als 22 Prozent.

Abstimmen konnten die Aktionäre etwa über Änderungen bei den Vergütungen der Aufsichtsräte und der Vorstände. Demnach erhält ein einfaches Aufsichtsratsmitglied ab 2017 zusätzlich zu seinen Aufwendungen eine feste Vergütung von 8300 Euro pro Jahr. Das Gehalt der Vorstände wird sich unter anderem an der durchschnittlichen Höhe des Vorsteuergewinns über einen Drei-Jahres-Zeitraum orientieren. Beide Änderungen wurden mit jeweils mehr als 99 Prozent der Stimmanteile angenommen.

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