Bremens Regierungschef im Interview Böhrnsen sieht Trendwende für SPD nach NRW-Wahl

Bremen. Bremens Regierungschef Jens Böhrnsen (SPD) sieht die Sozialdemokraten nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen wieder auf Kurs. Ein Jahr vor der Landtagswahl sieht er trotz massiven Stimmenverlusten bei vergangenen Wahlen gute Chancen für eine Fortsetzung von Rot-Grün.
24.05.2010, 10:25
Lesedauer: 1 Min
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Bremen. Bremens Regierungschef Jens Böhrnsen (SPD) sieht die Sozialdemokraten nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen wieder auf Kurs. Ein Jahr vor der Landtagswahl im kleinsten Bundesland sieht er trotz massiven Stimmenverlusten bei vergangenen Wahlen gute Chancen für eine Fortsetzung der rot-grünen Landesregierung. "Die Ausgangsbedingungen sind gut", sagte Böhrnsen in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

Sehen Sie eine Trendwende nach den Stimmenverlusten bei vergangenen Wahlen?

Böhrnsen: "Die Wahl in Nordrhein-Westfalen hat gezeigt, die SPD ist wieder da. Die Sozialdemokraten sind auf dem Weg, Vertrauen zurückzugewinnen, das sie ohne Zweifel verloren hatten. Der generelle Trend in Deutschland spricht für uns. Die katastrophale Politik unter Schwarz-Gelb tut ihr Übriges dazu und da deutet sich auch keine Besserung an. Das geht ja eher als schönes Durcheinander weiter. Wir haben gut gearbeitet und möchten das auch fortsetzen."

Das ist ein klares Bekenntnis zur Fortsetzung der rot-grünen Koalition?

Böhrnsen: "Die Koalition arbeitet sehr kollegial, sehr verlässlich, sehr konstruktiv zusammen und man kann auch mit Selbstbewusstsein sagen: "Wir arbeiten erfolgreich". Eine solch erfolgreich arbeitende Koalition möchte man gerne fortsetzen. Wir machen eine Politik des sozialen Zusammenhalts. Wir machen eine Politik für Kinder, für Bildung, für Ausbildungschancen und insoweit ist die Arbeit nicht getan. Da haben wir weiter viel vor."

Erstmals dürfen in Bremen 16- und 17-Jährige bei einer Landtagswahl ihre Stimmen abgeben. Welche Hoffnung haben Sie in die Jungwähler?

Böhrnsen: "Ich habe als Demokrat die große Hoffnung, dass wir alle uns anstrengen, dass die Menschen wählen gehen. Der Trend, dass bald die Hälfte der Wahlbevölkerung sich entschließt nicht zu wählen, den dürfen wir nicht einfach hinnehmen. Die jungen Leute erstmals zur Wahl zur gewinnen ist eine besondere Herausforderung. Wir haben das Wahlalter gesenkt, weil wir glauben, dass gerade die jungen Leute, um deren Zukunft es ja noch viel mehr geht, sich angesprochen fühlen. Ich denke, es wird ein Schwerpunkt, dass wir uns um deren Wahlbeteiligung kümmern." (dpa)

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