Drittstaatsangehörige Perspektive für geflüchtete Studierende aus der Ukraine

Das Land Bremen will Drittstaatsangehörigen aus der Ukraine eine Perspektive bieten: Internationale Studierende sollen die Möglichkeit bekommen, länger zu bleiben als bislang vorgesehen.
17.05.2022, 13:15
Lesedauer: 1 Min
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Perspektive für geflüchtete Studierende aus der Ukraine
Von Katia Backhaus

Bremen will geflüchteten Studierenden aus der Ukraine eine Perspektive für einen längeren Aufenthalt bieten. Für die jungen Menschen, die keine ukrainische Staatsbürgerschaft haben, aber für ihr Studium in das Land gegangen waren, galt bislang, dass sie nur bis Ende August in Deutschland hätten bleiben können. Daran hatte es unter anderem vonseiten des Flüchtlingsrats Kritik gegeben.

Die Bremer Innenbehörde teilt mit, sie habe die Ausländerbehörden angewiesen, den Betroffenen für sechs Monate eine sogenannte Fiktionsbescheinigung auszustellen, die ihnen unter anderem erlaubt zu arbeiten. "Wir haben nicht vor, den Aufenthalt dieser Menschen kurzfristig zu beenden, auch wenn die Studentinnen und Studenten in den ersten, etwas chaotischen Wochen nach der Massenflucht aus der Ukraine zunächst nur eine Duldung erhalten haben", erklärt Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Die jungen Leute sollten die Chance bekommen, sich zu orientieren und ihre Zukunft zu gestalten.

Zugleich sollen sie eine Option für eine Aufenthaltserlaubnis zum Studieren erhalten. Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling (SPD) setzt sich laut Mitteilung dafür ein, dass die Studierenden aus Drittstaaten nach ihrer Flucht aus der Ukraine ihr Studium in Bremen fortsetzen können. Das Land folgt mit diesem Entschluss dem Vorbild Hamburgs: Dort können Drittstaatsangehörige ein vorläufiges Aufenthaltsrecht erhalten, wenn sie nachweisen können, dass sie in der Ukraine ein Studium verfolgt haben und dieses in Hamburg fortsetzen möchten. Mäurer will sich auch auf Bundesebene für eine solche Regelung einsetzen.

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