Behörde listet Bauvorhaben auf Bremens bauliche Zukunft: 7518 neue Wohnungen sollen enstehen

An vielen Stellen in Bremen werden Wohnungen geplant oder bereits gebaut. Die Sitzung der Baudeputation wird sich am kommenden Donnerstag unter anderem mit der Wohnungsbaukonzeption beschäftigen.
12.04.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Bremens bauliche Zukunft: 7518 neue Wohnungen sollen enstehen
Von Frauke Fischer

An vielen Stellen in Bremen werden Wohnungen geplant oder bereits gebaut. Die Sitzung der Baudeputation wird sich am kommenden Donnerstag unter anderem mit der Wohnungsbaukonzeption beschäftigen.

Ob Cambrai-Dreieck in Huckelriede, Gartenstadt Werdersee, Marcuskaje in der Überseestadt oder Lesumpark in Bremen-Nord – an vielen Stellen in der Hansestadt werden Wohnungen geplant, oder es wird bereits gebaut. Aber wie weit ist es damit an den verschiedenen Stellen? Wie viele Wohneinheiten entstehen noch? Und zwar wann? Gibt es Verzögerungen? Was sind die Gründe dafür? Die CDU-Abgeordnete Silvia Neumeyer hat die Verwaltung um Beantwortung von über 40 Fragen zu Baugebieten und zur Wohnungsbaukonzeption gebeten. Die Antworten liegen für die Sitzung der Baudeputation am 14. April vor. Vieles ist noch Zukunftsmusik, doch für etliche Flächen sind die Gleise gestellt. Die Behörde nennt insgesamt 7518 Wohneinheiten, die angedacht, planerisch oder baulich auf den Weg gebracht worden sind. Vieles ist noch Zukunftsmusik.

Im Mittelpunkt steht die fortgeschriebene sogenannte 40+-Liste mit einer entsprechenden Zahl von Baugebieten, die ausgewählt, zum Teil mit Bebauungsplänen abgesichert worden sind, für die Baugenehmigungen geprüft werden oder bereits vorliegen. Tabellarisch ist aufgelistet, wo Planaufstellungen und deren Auslegung vorbereitet werden oder schon rechtskräftig sind. Zur Beantwortung der Fragen hat die Bauverwaltung außerdem die Zahl der entstehenden oder schon entstandenen Wohneinheiten aufgelistet.

In Mitte ist trotz jahrelanger Vorarbeiten das Quartier Neues Hulsberg auf dem Gelände des Klinikums Mitte noch Zukunftsmusik. 1100 Wohneinheiten sollen dort entstehen. Der Bebauungsplan (B-Plan) sollte eigentlich in der Deputationssitzung am Donnerstag behandelt werden, die Auslegung kurz bevorstehen. Nun ist das Thema für die Mai-Sitzung am 19. Mai vorgesehen, heißt es aus der Baubehörde. Eine Verzögerung im Zeitplan bedeute das nicht.

Im Bremer Süden ist neben den 110 Wohneinheiten, die bereits im Cambrai-Dreieck entstehen, die Gartenstadt Werdersee ein großes Projekt. 600 Wohneinheiten sind angedacht. Die öffentliche Auslegung des B-Plans sei „in Vorbereitung“, heißt es in der Sachstandserhebung. Vor 2017 werde die Gewoba indes nicht mit dem ersten Bauabschnitt beginnen. Für das ebenfalls im Süden angesiedelte Projekt Scharnhorst-Quartier (300 Wohneinheiten) sei die Planaufstellung erfolgt.

Im Bremer Westen ist es weiterhin vor allem die Überseestadt, wo Bauprojekte vorbereitet oder realisiert werden. In der Bauphase befindet sich beispielsweise die Marcuskaje nördlich der Konsul-Smidt-Straße (252 Wohneinheiten). Weitere 500 Wohneinheiten sollen an der Hafenkante nördlich des Kommodore-Johnsen-Boulevards entstehen. Ein Bauantrag für 140 Wohneinheiten liegt hierfür vor. Und im Kaffeequartier in der vorderen Überseestadt sind weitere 240 Wohneinheiten geplant, der B-Plan ist rechtskräftig, ein Bauantrag für einen Part steht laut Behörde kurz bevor. Eine Ausschreibung für weitere Grundstücke werde vorbereitet. Außerdem läuft die Konzeptentwicklung für das Projekt Schuppen 3 (wir berichteten), wo 640 Wohneinheiten geplant sind.

Im Bremer Osten gehören das Mühlenviertel in Horn und der Wohnpark Oberneuland zu den großen Bauprojekten. 112 von rund 300 Wohneinheiten sind auf dem Areal in Horn schon entstanden. In Oberneuland sind es 126 von 350. Realisiert ist auch das Vorhaben am Krankenhaus Sebaldsbrück (100 Wohneinheiten). Die Planaufstellung für ein großes Baugebiet (400 Wohneinheiten) an der Emmy-Noether-Straße wird vorbereitet. In diesem Gebiet nahe der Universität sollen unter anderem Studenten bezahlbaren Wohnraum finden.

In Bremen-Nord gehört neben dem Lesumpark (200 Wohneinheiten) unter anderem das Bauvorhaben Kleine Wolke/Tauwerk mit 130 Wohneinheiten zu den größeren geplanten Quartieren. Die Planaufstellung dafür ist bereits erfolgt, mit dem neuen Investor werde ein städtebauliches Konzept abgestimmt, heißt es im Sachstandsbericht.

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