Ausschlussverfahren zurückgezogen

Bremer AfD arbeitet an Altlasten

Der AfD-Landesvorsitzende Peter Beck will einen Neuanfang für seine Partei in Bremen. Einen wichtigen Schritt dafür hat jetzt der Landesvorstand getan.
13.11.2019, 20:21
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Bremer AfD arbeitet an Altlasten
Von Ralf Michel
Bremer AfD arbeitet an Altlasten

Der neue Landesvorsitzende der AfD Bremen, Peter Beck, zog nun einen Schlusstrich.

Christina Kuhaupt

Der Bremer Landesverband der AfD hat 15 Ausschlussverfahren gegen Parteimitglieder zurückgezogen. Die waren sozusagen eine Altlast, die der neue Landesvorsitzende Peter Beck von seinem Vorgänger Frank Magnitz übernommen hatte. „Wir wollten das abschließen, um neu durchstarten zu können“, begründet Beck die Vorstandsentscheidung aus dieser Woche.

Die Bremer AfD ist intern seit Jahren zerstritten, was seinen Ausdruck in einer Vielzahl von Parteiausschlussverfahren fand, die die Vorgänger des jetzigen Vorstandes eingeleitet hatten. Zu entscheiden hat darüber das Landesschiedsgericht Niedersachsen der AfD, da es ein solches Gremium in Bremen nicht gibt.

Lesen Sie auch

Auch dieser Prozess zieht sich seit Jahren hin, zeitweilig war nicht einmal die AfD Bremen selbst in der Lage, genau zu benennen, gegen wie viele ihrer Mitglieder ein solches Verfahren läuft. Hierunter hat der aktuelle Landesvorstand nun einen Schlussstrich gezogen.

Man habe sich jeden einzelnen der 15 Fälle angeschaut und dann entschieden, berichtet Beck. Soweit man den Überblick habe, seien dies alle noch offenen Fälle gewesen. „Für unsere Arbeit ist das ein wichtiger Schritt“, betont der Landesvorsitzende noch einmal den Willen zum Neuanfang, den er bei seiner Wahl im September proklamiert hatte.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+