Bundesverwaltungsgericht Leipzig Bremer erwarten Entscheidung zur A 281

Bremen. Das Bundesverwaltungsgericht wird ab heute über die Klage von mehreren Bremern gegen die Planungen zum Weiterbau der Autobahn 281 in der Neustadt entscheiden. Für die Bremer Bürgerinitiative geht es um nicht weniger als die Zukunft ihrer Wohngebiete.
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Bremer erwarten Entscheidung zur A 281
Von Birgit Bruns

Bremen. Das Bundesverwaltungsgericht wird ab heute über die Klage von mehreren Bremern gegen die Planungen zum Weiterbau der Autobahn 281 in der Neustadt entscheiden. Für die Bremer Bürgerinitiative geht es um nicht weniger als die Zukunft ihrer Wohngebiete.

Etwa 50 Bremer sind am frühen Mittwochmorgen nach Leipzig aufgebrochen, um die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts direkt mitzuerleben. Seit 10 Uhr wird verhandelt. Bisher ist unklar, ob es bereits heute zu einer Entscheidung kommen wird.

Es geht um den Bauabschnitt 2.2 der Autobahn 281 im Bremer Süden. Er soll den bereits fertig gestellten Teil, der kurz hinter dem Flughafen endet, mit dem Autobahnzubringer Arsten verbinden. Auf diese Weise wollen die Planer einen Autobahnring um Bremen erstellen, der eines Tages mit dem Wesertunnel bei Seehausen geschlossen werden soll. Die Kosten für den Bauabschnitt 2.2 sind mit 80 Millionen Euro veranschlagt, knapp 52000 Autos sollen hier Ende 2013 täglich fahren.

Knackpunkt Verkehrsknoten

Schon seit Jahren kämpfen mehrere Bürgerinitiativen gegen die A281-Planungen. Knackpunkt beim Bauabschnitt 2.2 ist die Kreuzung, an der Neuenlander Straße, Kattenturmer Heerstraße und Autobahnzubringer Arsten aufeinander treffen. Um die neu gebaute A 281 anbinden zu können, wollen die Planer einen Verkehrsknotenpunkt auf mehreren Ebenen bauen. Eine Querspangesoll außerdem von der Autobahn auf die Kattenturmer Heerstraße führen. Der Planfeststellungsbeschluss dafür steht bereits.

Gegen diesen Beschluss haben mehrere Bremer geklagt. Sie sehen ihre Wohngebiete gefährdet. Beispielsweise fürchten die Huckelrieder, dass sich die Situation in ihren Wohnstraßen verschlechtern könnte, wenn sie hinter meterhohen Lärmschutzwänden verschwinden. Außerdem rechnen sie mehr Lärm und Dreck durch die neue Autobahn vor ihrer Haustür. Ein Bauernhof an der Neuenlander Straße muss nach bisheriger Planung der Autobahntrasse weichen.

Auswirkungen auf die Wolfskuhle

Die Planungen zum Bauabschnitt 2.2 haben darüber hinaus auch direkte Auswirkungen auf die Wohnsiedlung Wolfskuhle. Sie liegt zwischen Kattenturmer Heerstraße und dem Flughafen. Nach bisheriger Planung soll eines Tages der Bauabschnitt 5 durch die Siedlung laufen. Er soll die A 281 mit der Anschlusstelle Brinkum verbinden. Mehrere Häuser müssten weichen.

„Wir fordern seit zwei Jahren, die Bauabschnitte 2.2 und 5 gemeinsam zu betrachten und zu planen,“ sagt Norbert Breeger, Sprecher der Bürgerinitiative für einen menschengerechte A281. Dies sei kostengünstiger und wirtschaftlicher. Die Bürgerinitiative fordert, den Bauabschnitt 5 unter den Flughafen zu führen. Das mache auch den Verkehrsknoten des Bauabschnitts 2.2 überflüssig.

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