Ausschreibung im Frühjahr 2016 geplant Bremer Getreideanlage zu verkaufen

Die markante Getreideanlange im Bremer Westen steht zum Verkauf. Die Ausschreibung ist für das erste Quartal im kommenden Jahr erwartet. Die Baugeschichte des Gebäudes geht zurück auf das Jahr 1914.
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Bremer Getreideanlage zu verkaufen
Von Wigbert Gerling

Die markante Getreideanlange im Bremer Westen steht zum Verkauf. Die Ausschreibung ist für das erste Quartal im kommenden Jahr erwartet. Die Baugeschichte des Gebäudes geht zurück auf das Jahr 1914.

Die Getreideanlage in der Nachbarschaft von Waterfront und Pier 2 soll verkauft werden. Interessenten werden demnach laut Landesregierung mit einer Ausschreibung im ersten Quartal kommenden Jahres angesprochen. Die Immobilie zur Lagerung und für den Umschlag von Getreide gehöre der Stadt und sei derzeit vermietet. Ein möglicher Kaufpreis werde derzeit errechnet.

Die Baugeschichte des mächtigen Backsteingebäudes an der Getreidestraße im Bremer Westen mit Lagerflächen und Silos geht zurück auf das Jahr 1914. In mehreren Stufen wurden dort die Gebäude errichtet, um auf die wachsende Bedeutung des Getreideumschlags in der Hansestadt zu reagieren. Von 1914 bis 1916 wurde zunächst der 40 Meter hohe und 200 Meter lange Silo I gebaut, betrieben von der Bremer Lagerhausgesellschaft. Von 1926 bis 1929 folgte Silo II – eine Fortsetzung der Architektur in Längsrichtung. Der monumentale, weitgehend fensterlose Erweiterungsbau lehnte sich gestalterisch an das bestehenden Gebäude an, einschließlich der Fassade aus Backsteinmauerwerk.

Die markante Konstruktion, die zu den bremischen Wahrzeichen gerechnet wird und offiziell Getreideverkehrsanlage heißt, machte mit den Jahren den Unterhalt aufwendig. Dies beförderte den Entschluss, das Objekt zu verkaufen. Schäden am Dach sorgten vor rund zwei Jahren für akuten Diskussionsstoff in der Wirtschaftsdeputation. Unter anderem wurde berichtet, dass sich „immer mehr Rostplacken lösen“ und manche auf den Parkplatz des nahen Einkaufszentrums zu wehen drohten. Zur Gewährleistung der allgemeinen Sicherheit müsse die Stadtgemeinde als Eigentümerin unverzüglich reagieren.

Probleme gab es unter anderem auch mit dem Blitzschutz. Halterungen auf dem Dach waren nach Auskunft von Fachleuten, die das Gebäude in Augenschein genommen hatten, angegriffen und mussten ersetzt werden – und auch am Boden hatten die Blitzschutzanlagen gelitten.

Die Stadt, die das Gebäude über die kommunale Wirtschaftsförderung Bremen (WfB) unterhält, leitete Sofortmaßnahmen ein. Die Parlamentarier beschlossen die dazu berechnete Ausgabe von gut einer Million Euro.

„Die Wirtschaftlichkeit des Verkaufs der Getreideverkehrsanlage gegenüber der Weitervermietung ergibt sich aus den – neben den Sofortmaßnahmen – weiter zu berücksichtigenden mittel- bis langfristigen Sanierungserfordernissen,“ lautete die schriftliche Bilanz der Beratungen im Wirtschaftsressort. In den nächsten Wochen soll nun von der WfB die Ausschreibung des Gebäudes auf den Weg gebracht werden. In Gesprächen sei bereits ein Interesse an einem Kauf signalisiert worden. Behördensprecher Holger Bruns kommentierte die Zukunft des Gebäudes mit Rücksicht auf diese Vorbereitungen zur Ausschreibung am Montag nicht.

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