Demonstrationszug durch die Innenstadt Bremer protestieren gegen das Finanzsystem

Bremen. Zeitweise rund 400 Demonstranten haben sich am Sonnabend in Bremen an den weltweiten Protesten gegen das Finanzsystem beteiligt. Sie sind damit einem Aufruf der Organisation "Echte Demokratie Jetzt!" gefolgt.
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Bremer protestieren gegen das Finanzsystem
Von Matthias Lüdecke

Bremen. Zeitweise rund 400 Demonstranten haben sich am Sonnabend in Bremen an den weltweiten Protesten gegen das Finanzsystem beteiligt. Aufgerufen dazu hatte die Organisation "Echte Demokratie Jetzt!". Auf dem Platz der Deutschen Einheit vor dem Überseemuseum versammelten sie sich, um gegen die aus ihrer Sicht zu stark auf die Finanzmärkte und zu wenig auf die Menschen ausgerichtete Politik zu demonstrieren.

Symbolisch hatten die Organisatoren zwei Zelte aufgebaut, in Anlehnung an die Proteste in Spanien, wo die Bewegung ihren Anfang genommen hatte. Dort hatten im Mai junge Menschen auf Plätzen großer Städte kampiert - so wie es derzeit Tausende Demonstranten auf der New Yorker Wall Street tun. Die Aktion richtete sich an "Menschen, die davon überzeugt sind, dass die Regeln des Zusammenlebens überdacht werden müssen", wie Organisatorin Maaike Lohof erklärte. Die Veranstaltung gestern sollte daher nur ein Auftakt sein.

Vor dem Überseemuseum sollten dazu eigentlich gemeinsame Ziele erarbeitet werden. Doch dazu kam es nicht. Denn eine gute Stunde nach Beginn der Veranstaltung besetzten etwa 200 Teilnehmer zunächst eine Kreuzung am Busbahnhof und machten sich dann in einem spontanen Demonstrationszug auf den Weg durch die Stadt.

Angeführt von einem Plakat mit der Aufschrift "Arme Menschen zahlen keine Schulden" und Männern, die Masken trugen, wie sie die Hackergruppe "Anonymus" benutzt, zogen sie über den Herdentorsteinweg und die Sögestraße in Richtung Marktplatz. Sie machten Halt vor der Bremer Landesbank, der Deutschen Bank sowie der Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler. Dabei wurden sie von der Polizei eskortiert. Über die Obernstraße und die Bürgermeister-Smidt-Straße zogen die Demonstranten, deren Zahl sich unterwegs mehr und mehr ausdünnte, wieder in Richtung Bahnhof. Dort löste sich die Versammlung schließlich auf. Zu Ausschreitungen wie in anderen europäischen Städten kam es laut Polizei in Bremen nicht.

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