Senat

Entscheidung zu neuen Quarantäneregeln an Bremer Schulen steht an

Deutlich weniger Kinder als bisher sollen in Quarantäne geschickt werden, wenn ein Kind ihrer Klasse positiv auf Corona getestet wurde. Dazu will der Bremer Senat an diesem Dienstag eine Entscheidung treffen.
07.09.2021, 12:15
Lesedauer: 2 Min
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Entscheidung zu neuen Quarantäneregeln an Bremer Schulen steht an
Von Sara Sundermann
Entscheidung zu neuen Quarantäneregeln an Bremer Schulen steht an

Weniger Schulkinder sollen in die Quarantäne geschickt werden: Das wollen Bund und Länder, und dazu berät auch der Bremer Senat.

Uli Deck / DPA

Der Senat will an diesem Dienstag über eine Lockerung der Quarantäneregeln an Schulen entscheiden. Thema ist dabei auch der Umgang mit der Maskenpflicht an Schulen. Das bestätigt das Gesundheitsressort. Derzeit dauern die Senatsberatungen noch an.

Am Montag haben sich auch die Gesundheitsminister der Bundesländer darauf geeinigt, die Quarantäneregeln an Schulen neu und einheitlich zu gestalten. Demnach soll nicht mehr – wie bisher – die gesamte Klasse oder Kohorte eines infizierten Schülers in Quarantäne gehen, sondern nur noch dessen direktes Umfeld.

Die Quarantäne soll zudem nach fünf Tagen durch einen PCR-Test abgekürzt werden können. Diese gelockerten Quarantäneregeln sollen nach der Einigung der Minister aber nur angewandt werden, wenn es Konzepte für Lüftung, Tests und auch eine Maskenpflicht gibt. Bisher hatte Bremen keine Maskenpflicht im Unterricht vorgeschrieben.

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) hält eine Maskenpflicht zwar für eine Einschränkung, in Kombination mit den neuen Quarantäneregeln aus gesundheitlicher Sicht aber schon für sinnvoll, so ihr Sprecher. Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD) hatte zuvor bereits betont, ihr sei es wichtig, pragmatisch mit Quarantäneregeln umzugehen, so dass möglichst wenige Kinder in die Isolation geschickt würden. Aulepp lehnte zudem zuletzt ab, eine Vorschrift zur Maskenpflicht zu machen: Schulen oder einzelne Klassen könnten gemeinsam verabreden, eine Maske im Unterricht zu tragen. Respektiert werden solle aber auch, wenn es für manche Kinder in bestimmten Situationen sehr schwierig sei, Maske zu tragen.

Seit Schulstart wurden laut Gesundheitsbehörde bisher zwei Corona-Fälle bei Kindern an Schulen per PCR-Test bestätigt und am Montag 20 Fälle. Diese Infektionen seien auf 18 verschiedene Schulen verteilt, ein Ausbruch sei nicht zu erkennen, sagt Behördensprecher Lukas Fuhrmann. Derzeit dürfte es angesichts der Inkubationszeit einer Infektion auch noch zu früh sein, um Ansteckungen zu finden, die sich direkt in den Schulen ereignen. Die Ergebnisse der PCR-Lollitests, die an Kitas und Grundschulen seit Beginn dieser Woche gemacht werden sollen, stehen noch aus.

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