Club befürchtet Verwirrung Bremer Stern: ADAC lehnt Pufferzone ab

Bremen. Die Vorschläge zum Umbau des Verkehrsknotenpunkts am Stern stoßen allesamt auf Ablehnung. So auch der neueste, der eine Pufferzone vorsieht. Der ADAC sieht sogar noch größere Gefahren als jetzt, wenn sich diese Maßnahme durchsetzen sollte.
18.02.2010, 07:37
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Elke Gundel

Bremen. 'Noch eine neue Regelung sorgt für noch größere Verwirrung' - so kommentiert der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) Weser-Ems den aktuellen Vorschlag zur Umgestaltung des Sterns in Schwachhausen. Wie berichtet, wird derzeit erwogen, zwischen dem Radweg und der Fahrbahn eine zwei Meter breite Pufferzone anzulegen. So sollen Radfahrer besser geschützt werden. Denn der Zwei-Meter-Streifen würde dafür sorgen, dass Autofahrer beim Verlassen des Kreisels die Radler früher sehen, die rechts hinter oder neben ihnen unterwegs sind.

Er halte von der Idee dieser Pufferzone nichts, sagte ADAC-Sprecher Nils Linge. Auch bei vielen Autofahrern stoße diese Lösung auf Kritik. 'Schon jetzt sind viele Menschen mit der Situation am Stern überfordert', betont Linge. Wenn nun noch eine weitere Regelung hinzukomme und noch dazu eine, die bisher völlig unbekannt ist, werde sich die Lage dadurch nicht verbessern. 'Ganz im Gegenteil', schätzt der ADAC-Sprecher. Diese Neuerung berge eher die Gefahr von noch mehr Unfällen. Die Position des Automobil-Clubs: Solange keine wirklich überzeugende andere Lösung gefunden wird, ist die jetzige Situation immer noch die beste. Und mit Blick auf die begrenzten Mittel, die für Sanierung und Umgestaltung des Sterns bereitstehen, sagt Linge: 'Eine Low-Budget-Lösung bringt gar nichts.'

Der Idee, künftig das Rechtsabbiegen von der Hollerallee auf direktem Weg in die Hermann-Böse-Straße zu verbieten, kann der ADAC-Sprecher ebenfalls nichts abgewinnen: 'Wie will man das verhindern?' Außerdem hätte ein weiteres Verbotsschild seiner Meinung nach denselben Effekt wie die geplante Pufferzone: Der ohnehin schon mit Hinweisen und Fahrbahnmarkierungen reichlich versorgte Kreisel würde noch unübersichtlicher.

Wie berichtet, muss der Stern dringend saniert werden. Die Arbeiten, bei denen das Pflaster durch Asphalt ersetzt werden soll, sollen im Frühjahr beginnen. Im Zuge der Sanierungsplanung reifte die Idee, den sechsarmigen Kreisel gleichzeitig auch zu entschärfen. Denn am Stern kommt es regelmäßig zu Unfällen; bei etwa einem Drittel davon sind Radfahrer beteiligt. Der erste Vorschlag, den Radweg abzuschaffen, sorgte allerdings für massive Kritik.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+