Inzidenz über 1000 "Macht uns Sorge": So reagiert Bovenschulte auf die Corona-Lage

In Bremen liegt der Corona-Inzidenzwert inzwischen im vierstelligen Bereich. Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat entsprechend deutlich zur aktuellen Situation Stellung bezogen.
08.01.2022, 05:42
Lesedauer: 1 Min
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Von Sebastian Oldenborg

Angesichts der sich rasch ausbreitenden Corona-Variante Omikron haben Bund und Länder am Freitag neue Beschlüsse gefasst. Diese betreffen vor allem die Gastronomie, wo künftig flächendeckend die 2G-plus-Regel gelten soll, sowie die Quarantänezeiten, die für Kontaktpersonen von infizierten Personen verkürzt werden.

Besonders drastisch ist der Anstieg der Infektionszahlen derzeit in Bremen. In der Stadt liegt die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Anzahl der Personen, die sich pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus infiziert haben – inzwischen bei 1052,6. Entsprechend besorgt hat Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) auf die Situation reagiert.

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„Das ist natürlich eine hohe Inzidenz und die macht uns auch Sorge, das ist gar keine Frage“, sagte Bovenschulte am Nachmittag nach der Beratung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder. Die in Bremen extrem stark steigende Inzidenz liegt laut Bovenschulte an der Tatsache, dass hier die besonders ansteckende Omikron-Variante bereits einen Anteil von 85 Prozent ausmache. Das sei in anderen Bundesländern noch anders.

„Es gibt allerdings auch Entwicklungen, die Anlass zur Hoffnung geben“, so Bovenschulte weiter. So scheine Omikron seltener zu schweren Krankheitsverläufen zu führen. Und auch Impfen – vor allem wenn man bereits drei Impfungen erhalten habe – habe einen gewissen Effekt und schütze noch einmal mehr vor einem schweren Verlauf.

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Bovenschulte wies aber darauf hin, dass man aufgrund der stark steigenden Fallzahlen natürlich trotzdem sehr vorsichtig sein müsse. „Es ist überhaupt keine Alternative, das laufen zu lassen.“

Darum begrüßte er die „klaren und deutlichen“ Beschlüsse, auf die sich die Ministerpräsidentenkonferenz geeinigt hat. Bovenschulte wies darauf hin, dass in Bremen sowieso schon strengere Regeln getroffen wurden. So seien hier auch sämtliche andere Bereiche, in denen bisher die 2G-Regel galt von der neuen 2G-plus-Regel betroffen – mit Ausnahme des Einzelhandels. „Das ist auch angemessen angesichts unserer Zahlen“, erklärte Bovenschulte.

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