Müntefering besucht Bremen "Demokratie kennt keinen Schaukelstuhl"

Bremen. Gleich zwei Termine nahm Ex-Vizekanzler Franz Müntefering in Bremen wahr. Mit Volker Kröning besuchte er die Kaisen-Scheune. Zuvor sprach er auf einer Tagung über den demografischen Wandel und was er für die Gesellschaft bedeutet.
10.11.2010, 19:43
Lesedauer: 1 Min
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Von Matthias Lüdecke

Bremen. Franz Müntefering hat am Mittwoch Bremen besucht. Mit dem Vorsitzenden der Wilhelm Kaisen Stiftung, Volker Kröning, besuchte der ehemalige Vizekanzler und SPD-Vorsitzende den Kaisen-Scheune. Ein Besuch, der auf ein Treffen der beiden Parteifreunde in Berlin zurückgeht., wie Kröning erzählt.

Dort hatte er Müntefering vom Anwesen Kaisens und der Dokumentationsstätte in der Scheune berichtet, und Müntefering war bald auf das Angebot eines gemeinsamen Rundgangs zurückgekommen.

Es war ein Besuch, der zu der anderen Veranstaltung passte, bei der Müntefering zuvor als Gastredner aufgetreten war. „Wilhelm Kaisen war selbst in sehr hohem Alter noch aktiv“, sagte Kröning. Das ist auch der inzwischen 70-jährige Müntefering - und will damit ein Vorbild sein.

Bei der Tagung „Soziales neu gestaltet, die das Erwin-Stauss-Institut ausgerichtet hatte, sprach er über die Zukunft der Gesellschaft und wie sie mit dem demografischen Wandel umgehen könne. Ein Schritt sei, dass alle vorhandenen Potenziale auch genutzt würden. Das betreffe auch die Älteren, mit ihrer oft wertvollen Erfahrung.

„Wir werden in der Gesellschaft weniger, wir werden älter und wir werden bunter“, sagte er. Daher müsse sich auch die Bildung verbessern: "Wir sollten nicht über die Kinder jammern, die wir nicht haben, sondern uns um die kümmern, die wir haben". Doch auch die Kommunen gilt es laut Müntefering zu stärken. „Der Staat muss den Sozialstaat sichern,“ sagte er, „aber die soziale Gesellschaft entsteht vor Ort.“

Im Videointerviewspricht Müntefering über die gesellschaftliche Entwicklung, die uns bevorsteht und darüber, was er selbst mit 70 Jahren noch macht.

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