Made in Bremen Der IT-Dienstleister Capricorn Consulting ist auf Wachstumskurs

Vor einem halben Jahr ist Capricorn Consulting, Dienstleiter für IT und EDV, von Achim nach Bremen gezogen. Damit schwimmt das Unternehmen eindeutig gegen den Strom.
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Der IT-Dienstleister Capricorn Consulting ist auf Wachstumskurs
Von Carolin Henkenberens

Vor einem halben Jahr ist das Capricorn Consulting, Dienstleiter für IT und EDV, von Achim nach Bremen gezogen. Damit schwimmt das Unternehmen eindeutig gegen den Strom.

Ein bisschen riecht es noch nach frischer Farbe im neuen Unternehmenssitz von Capricorn Consulting. Erst vor einem halben Jahr ist der Dienstleister für Informationstechnologie (IT) und elektronische Datenverarbeitung (EDV) hier, im schicken Neubau im Gewerbegebiet Weserpark, eingezogen.

Damit schwimmt Capricorn gegen den Strom: Während immer öfter Unternehmen aus Bremen wegen günstigerer Gewerbesteuern ins niedersächsische Umland abwandern, ist das inhabergeführte Systemhaus Capricorn von Achim nach Bremen gezogen.

„Wir haben es noch nicht bereut“, sagt Thomas von Massenbach, einer der Geschäftsführer. Im Gegenteil: „Seit wir hier eingezogen sind, haben wir schon einen großen neuen Auftraggeber gewinnen können, den wir in Achim sicher nicht bekommen hätten“, berichtet Thomas Bargfrede, ebenfalls Geschäftsführer. Auch die Zahl und Qualität der Initiativbewerbungen sei seither gestiegen. In Bremen seien eben deutlich mehr Fachkräfte zu finden. Für Kunden und Mitarbeiter attraktiver zu sein war – neben dem Wunsch zu expandieren – ein Hauptgrund, den Firmensitz nach von Achim nach Bremen zu verlegen.

Beratungen in EDV und IT-Infrastruktur

Wer das Unternehmen, das nun also im Bremer Osten beheimatet ist, besucht, dem fallen sofort die vielen Doppeldeutigkeiten und Symbole auf. Zunächst einmal der Name: Capricorn. Das ist Latein und bedeutet „Steinbock“. „Das ist unser aller Sternzeichen“, sagt von Massenbach. Mit „uns“ meint er neben Bargfrede die zwei weiteren Geschäftsführer Thomas Heuermann und Axel Buschmann. Das rote V im Firmenlogo steht für das Geweih eines Steinbockes und findet sich in der Form des Tresens im Eingangsbereich wieder.

Doch damit nicht genug: „Steinböcke stehen in der Mythologie dafür, zuverlässig zu sein und geradeaus zu schauen“, erläutert von Massenbach. Auch das Gebäude passt zum Unternehmen: Es hat keine Ecken. „Viele Mobiltelefone und IT-Geräte haben keine Ecken, das wollten wir widerspiegeln“, erklärt Bargfrede.

Capricorn berät vorwiegend mittelständische, aber auch einige größere Firmen bezüglich ihrer EDV und IT-Infrastruktur und wie diese gegen Angriffe von außen geschützt werden kann. Capricorn kümmert sich um die technische Abwicklung über Rechenzentren oder Cloud-Services. Auch die Betreuung der Kunden über eine Rund-um-die-Uhr-Hotline, die bei Problemen hilft, übernimmt Capricorn. Am anderen Ende der Leitung sitzt Bargfrede zufolge „garantiert kein Callcenter in China, sondern ein Mitarbeiter hier in Bremen“.

Greenpeace und Olympus sind Kunden

Die Geschichte von Capricorn ist eine des stetigen Wachstums. Im Jahr 1995 hatten sich die vier Unternehmer zusammengeschlossen, um größere Aufträge annehmen zu können als als Einzelkämpfer. Damals bot Capricorn Consulting nur Beratung an. Etwa vier Jahre später, als die KG in eine GmbH umgewandelt wurde, arbeiteten schon zehn Mitarbeiter für die vier Chefs. Im gleichen Jahr bot die bis dahin reine Beratungsfirma auch den Vertrieb von Soft- und Hardware an. „Wir haben einfach immer mehr Anfragen von unseren Kunden bekommen“, berichtet Bargfrede.

Zu den Kunden von Capricorn zählen unter anderem Greenpeace und der Kamera-Hersteller Olympus. Die Software-Produkte, die Capricorn verwendet, sind einerseits gängige Programme wie Microsoft SharePoint, aber andererseits auch eigene, die Capricorn-Entwickler entworfen haben. Sie sollen Prozesse vereinfachen. So kann Software miteinander verbunden werden, zum Beispiel das Emailprogramm mit dem Zeiterfassungssystem oder die Datenerfassung mit der Datenbank.

Wird beispielsweise ein Produkt eingescannt, wird es automatisch katalogisiert und dem Händler eine Rechnung ausgedruckt. Gerade für Arbeiten im Team oder für aufwändige Katalogisierungen von großen Datenmengen ist das eine große Zeitersparnis.

Jahresumsatz von elf Millionen Euro

Das Unternehmen wächst weiter, der Umsatz steigt nach Auskunft der Geschäftsführer jedes Jahr um etwa zehn Prozent. Auch aktuell würden neue Mitarbeiter gesucht. Heute macht Capricorn mit 60 Angestellten, davon zwölf in der Niederlassung in Hamburg, einen Jahresumsatz von elf Millionen Euro.

Ein Grund für den Umzug war auch, dass der alte Firmensitz in Achim zu klein geworden war. Damit das nicht noch einmal passiert, haben die Capricorn-Chefs vorgesorgt. Der Neubau im Gewerbegebiet Weserpark ist so konstruiert, dass er noch um eine dritte Etage aufgestockt werden könnte. Steinböcke schauen voraus.

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