Kommentar über Brebau und Gewoba

Dickes Brett

Bremen will mit der Brebau mindestens eine der beiden Wohnungsgesellschaften ganz an die öffentliche Hand nehmen. Es muss jedoch sorgfältig gehandelt werden, meint Chefreporter Jürgen Hinrichs.
02.05.2017, 22:41
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Dickes Brett
Von Jürgen Hinrichs
Dickes Brett

Bürgermeister Carsten Sieling erhofft sich mit der Brebau verbesserte Möglichkeiten, bei dem Bau von Wohnungen und öffentlichen Einrichtungen.

Frank Thomas Koch

Bremen will mit der Brebau mindestens eine der beiden Wohnungsgesellschaften ganz an die öffentliche Hand nehmen. Es muss jedoch sorgfältig gehandelt werden, meint Chefreporter Jürgen Hinrichs.

Das ist ein ganz dickes Brett, das in Bremen gerade gebohrt wird. Zwei Wohnungsgesellschaften, die eine klein, die andere groß, bei denen sich die Frage nach den Eigentumsverhältnissen stellt. Auslöser ist unter anderem das Schicksal der Bremer Landesbank (BLB). Ein Jammer, aber auch eine Chance, wie sich jetzt zeigt.

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Bremen hat sich seine BLB-Anteile von den Niedersachsen der Nord LB teuer abkaufen lassen, nicht nur mit Geld, sondern auch mit den Beteiligungen der Landesbank an der Gewoba und der Brebau. Das schafft die Möglichkeit, mit der Brebau mindestens eines der beiden Unternehmen ganz an die öffentliche Hand zu nehmen, um für den Bau von Wohnungen schneller und günstiger an städtische Flächen heranzukommen.

Fast noch wichtiger ist, dass Sicherheit für die Mieter geschaffen wird. Die gibt es jetzt zwar auch, aber wer weiß, was die Zukunft bringt? Am Ende steigt doch ein Investor ein, der allein auf Rendite aus ist. Brebau und viel mehr noch die Gewoba haben mit ihren niedrigen Mieten eine zentrale Funktion für den Bremer Wohnungsmarkt. Deswegen muss sorgfältig gehandelt werden. Die nächsten Monate werden spannend.

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