Arcelor-Mittal Bremen

Die Geschichte der Bremer Stahlproduktion

Dort, wo heute Arcelor-Mittal steht, wurde 1908 die Norddeutsche Hütte gebaut. 1911 ging hier der erste Hochofen in Betrieb. Die Geschichte des Unternehmens kurz zusammengefasst.
28.01.2016, 18:52
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Die Geschichte der Bremer Stahlproduktion
Von Alexandra Knief

Dort, wo heute Arcelor-Mittal steht, wurde 1908 die Norddeutsche Hütte gebaut. 1911 ging hier der erste Hochofen in Betrieb.

Hier wurde Roheisen hergestellt, welches wiederum ins Ruhrgebiet gebracht und dort zu Stahl verarbeitet wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus arbeiteten zahlreiche Zwangsarbeiter in der Hütte. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zum Abbau der Hochöfen. Sie kamen zur Verschrottung ins Ausland.

Das was von der Norddeutschen Hütte noch übrig geblieben war, übernahm 1954 der Duisburger Stahlkonzern Klöckner. Klöckner kaufte auch das umliegende Land. Ziel: Ein integriertes Hüttenwerk mit Hochofen, Stahlerzeugung und Walzwerken. Aufgrund seiner Lage am Unterlauf der Weser bekam das Werk inoffizielle schnell den Namen „Hütte am Meer“.

Bis die Produktion begann, dauerte es noch knapp drei Jahre. Der erste neu gebaute Hochofen ging in Betrieb und im Juni 1957 wurde dann schließlich die erste Charge Stahl erzeugt. Mitte der sechziger Jahre wurde ein zweiter Hochofen in Betrieb genommen, zum Beginn der siebziger Jahre der Dritte. Das Roheisen wurde vor Ort zu Stahl verarbeitet und ausgewalzt. Der Senat unterstützte das Werk, denn es brachte die große Hoffnung mit sich, die Industrie endgültig als tragende Säule der Wirtschaft in der Stadt zu verankern.

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Doch schon in den siebziger Jahren verliert die Wirtschaft an Schwung und die Konkurrenz zwischen den stetig mehr gewordenen Stahlwerken verschärfte sich. Bis Mitte der achtziger Jahre baute Klöckner weit über 1000 Stellen ab.

In den neunziger Jahren gibt das hochverschuldete Unternehmen auf. Um die Bremer Hütte zu retten, wird die sogenannte Interessentenlösung erfunden: Bremen kauft Klöckner-Anteile auf, um sie später wieder an Privatinvestoren abzustoßen. Ende 1993 wird aus Klöckner Stahl die Stahlwerke Bremen GmbH.

Als Partner steigt 1994 der Stahlproduzent Sidmar ein, eine Tochter des Luxemburger Arbed-Konzerns. Nur wenig später verschmelzen die europäischen Stahlhersteller Arbed, Aceralia und Usinor zum Marktführer Arcelor. 2006 wird aus der Stahlwerke Bremen GmbH die Arcelor Bremen GmbH. Ein Jahr später fusionieren die Konzerne Arcelor und Mittal Steel zum weltweit größten Stahlkonzern Arcelor-Mittal. Im gleichen Jahr werden in Bremen 50 Jahre Stahlproduktion gefeiert.

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