Kommentar über die Shell-Jugendstudie Die Jugend muss mitreden

Viele junge Menschen stimmen (rechts-)populistischen Thesen zu. Dagegen hilft nur mehr Mitsprachrecht, findet unsere Autorin Eva Przybyla.
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Die Jugend muss mitreden
Von Eva Przybyla

Die gute Nachricht der Shell-Jugendstudie: Ein großer Teil der befragten 12- bis 25-Jährigen ist weiterhin politikinteressiert und engagiert. Die schlechte: Mehr als die Hälfte der Befragten stimmt (rechts-)populistischen Thesen zu. Interessant ist, dass Bundesfamilienministerin Franziska Giffey bei der Vorstellung der Studie trotzdem forderte, die Jugend stärker an der Politik zu beteiligen. Sie schlug sogar die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre vor.

Zu Recht, denn die Gruppe der Engagierten etwa von Fridays for Future will gehört werden und heute Einfluss auf ihre Zukunft nehmen. Die andere Gruppe droht sich von der parlamentarischen Demokratie zu entfremden. Sie fühlt sich von Politik missverstanden, ignoriert und sogar manipuliert. Beide Gruppen haben gemeinsam, dass sie in der überalterten Gesellschaft politisch kaum Einfluss haben, weil sie nur einen Bruchteil der wahlberechtigten Bevölkerung ausmachen. Das sollte ausgeglichen werden.

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Politik und Gesellschaft müssen junge Menschen mehr einbeziehen und an Entscheidungsprozessen teilhaben lassen. So würden sich diese mit dem demokratischen System sowie den Parteien beschäftigen. Außerdem müssten sich Politikerinnen und Politiker dann mehr mit den Anliegen der Jungwähler auseinandersetzen. So könnte das Vertrauen der Jugend in Politiker wachsen und dem Populismus den Boden entziehen.

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