Kommentar zur Fleischabgabe Eine Fleischsteuer ist nicht die Lösung

Fleisch ist zu billig, um eine artgerechte Haltung zu ermöglichen. Eine Fleischsteuer kann allerdings nicht die Lösung zu mehr Tierwohl sein, findet Rebecca Sawicki.
07.02.2020, 21:50
Lesedauer: 1 Min
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Eine Fleischsteuer ist nicht die Lösung
Von Rebecca Sawicki

Fleisch ist zu billig, das ist ganz klar. Mit dem Preis, den der Konsument im Discounter für Steak, Leberwurst und Co. zahlt, lässt sich schwerlich eine artgerechte Haltung finanzieren. Die Besteuerung anzuheben kann nicht der Weg aus der Misere sein und wird den Tieren nicht zwangsläufig ein besseres Leben garantieren. Zwar würde der Preis des Billigfleisches steigen, gleichzeitig aber auch der für Bio-Qualität. Logische Konsequenz: Es würde mehr Fleisch von traurigen Schweinen gegessen.

Es kann nicht das politische Ziel sein, mit einer Steuer Biofleisch noch teurer zu machen. Die Regierung muss stattdessen klare Standards schaffen und neue Gesetze zur Tierhaltung und Schlachtung auf den Weg bringen. Wenn dadurch Fleisch teurer wird, umso besser, schließlich war auch ein Discounter-Schnitzel mal ein Lebewesen.

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Dass mit der aktuellen Bepreisung etwas nicht stimmt, ist eindeutig. Skandalös ist, dass Gemüsebällchen im Supermarkt fast doppelt so viel kosten wie ihr Pendant aus totem Tier. Darüber hinaus fällt es Landwirten immer schwerer, ihre Existenz zu sichern. Sie und ihre Tiere sind die Leidtragenden der Dumpingpreise, der klare Gewinner ist der Handel.

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