Initiative Stadtwerderwald Erneute Proteste an der kleinen Weser

Bremen. Erst die Bäume, jetzt das Wasser: Die Bürgerinitiative „Kleiner Stadtwerderwald“ meldet sich erneut zu Wort. Wieder kritisch, und wieder nimmt sie Umweltsenator Reinhard Loske (Grüne) ins Visier. Es geht um Niederschlagswasser, das in den Werdersee geleitet werden soll.
23.01.2010, 07:26
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Erneute Proteste an der kleinen Weser
Von Christian Weth

Bremen. Erst die Bäume, jetzt das Wasser: Die Bürgerinitiative „Kleiner Stadtwerderwald“ meldet sich erneut zu Wort. Wieder kritisch, und wieder nimmt sie Umweltsenator Reinhard Loske (Grüne) ins Visier. Die umstrittene Schneise durch das Grün vor der umgedrehten Kommode ist zwar vorerst vom Tisch, doch nun sorgen sich die Bürger um den See. Er müsse sauber bleiben, fordern sie.

Der Grund ihres Protests: Es soll Niederschlagswasser in den See eingeleitet werden – ungefiltert, wie die Gruppe auf Nachfrage vom Umweltsenator erfahren haben will.

Was sich wie reiner Regen anhört, ist jedoch keiner, wie Initiativensprecherin Iris Urbschat weiß. Auch Wasser von der Straße sei darin enthalten, hinzu kämen Benzin-, Öl- und Streusalzrückstände. Iris Urbschat empört: „Es soll belastetes Wasser in einen Badesee fließen.“

Damit es nicht so weit kommt, hat die Bürgerinitiative „Kleiner Stadtwerderwald“am vergangenen Donnerstag den Neustädter Beirat eingeschaltet. Die Kommunalpolitiker sollen sich nach Vorstellungen der Initiative dafür einsetzen, den geplanten Niederschlagskanal zu verhindern. Und zwar zügig, denn für die Rohrleitungen sollen – wieder einmal – Bäume gefällt werden. Und dies ist nach dem Waldgesetz nur noch bis Ende Februar möglich. Urbschat: „Der Countdown läuft.“

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