Anerkennung für freiwilliges Engagement Erste Ehrenamtskarten werden in Bremen vergeben

Bremen. Am 22. September geht es los. Dann wird Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD) im Universum die ersten Bremer Ehrenamtskarten vergeben. 138 Bewerbungen liegen ihrem Referat Bürgerengagement, Freiwilligenarbeit und Sponsoring bereits vor.
25.08.2010, 05:40
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Von Volker Junck

Bremen. Am 22. September geht es los. Dann wird Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD) im Universum die ersten Bremer Ehrenamtskarten vergeben. 138 Bewerbungen liegen ihrem Referat Bürgerengagement, Freiwilligenarbeit und Sponsoring bereits vor. Die Bewerbungsfrist für die ersten Dreijahres-Karten endet am 15. September.

Referatsleiterin Andrea Frenzel-Heiduk und Mitarbeiterin Heike Habeck trafen sich gestern im 'balladins Superior Hotel Bremen' in der Vahr mit Bremer Sponsoren, um die Karte offiziell vorzustellen. Sie ist identisch mit der niedersächsischen Ehrenamtskarte und macht damit auch sichtbar, dass sie in beiden Bundesländern gültig ist. Referatsleitern Andrea Frenzel-Heiduk: 'Bei uns in Bremen hat das alles etwas länger gedauert. Doch nun geht es los mit der ersten länderübergreifenden Karte in Deutschland.'

Niedersachsen kennt das Plastikkärtchen bereits seit fünf Jahren, in denen es knapp 6000mal vergeben wurde. Es soll eine besondere Anerkennung für ehrenamtlich Tätige sein, die damit Vergünstigungen in Museen, Bibliotheken, Galerien, Hotels, Bädern, Sportvereinen, Freizeitparks und Theatern erhalten. Bei einem niedersächsischen Bäcker gibt es sogar Rabatt.

In Bremen und Bremerhaven sind unter anderem die Bäder-Gesellschaften, die Stadt-Bibliotheken, Deutsches Schifffahrtsmuseum, Focke- und Überseemuseum, Heimstiftung, Zoo am Meer, Philharmonische Gesellschaft, SV Werder, Auswandererhaus, Universum, Schnürschuh-Theater oder die Volkshochschule dabei. Sie gewähren Inhabern der nicht übertragbaren Ehrenkarte Ermäßigungen bis zu 50 Prozent oder andere Leistungen und können mit dem Sponsoring werben.

Heike Habeck nannte noch einmal die Bedingungen für die Bewerbung: Mindestalter 18 Jahre; ehrenamtliche Tätigkeit ohne Bezahlung an fünf Wochenstunden oder 250 Stunden im Jahr seit mindestens drei Jahren. Aus der Runde der Sponsoren kam die Frage, ob 250 Wochenstunden nicht zu viel seien. Frenzel-Heiduk: 'Das war der kleinste gemeinsame Nenner, auf den wir uns mit Niedersachsen verständigen konnten.'

Andere Bundesländer wie Bayern oder Baden-Württemberg legten die Latte mit zehn und mehr Wochenstunden noch viel höher. Barbara Lison, Chefin der Bremer Stadtbibliothek, zweifelte an, dass durch die Ehrenamtskarte mehr Besucher kommen und zusätzliches Geld in die Kasse bringen würden. Deshalb verzichte ihre Institution auf ermäßigte Gebühren und biete stattdessen kostenlose Serviceleistungen an.

Cornelia Maywald von der Bremer Bäder-Gesellschaft fragte nach, ob es denn nicht möglich sei, dass Inhaber der Ehrenamtskarte etwa bei Theaterbesuchen eine Begleitperson mitbringen könnten. Frenzel-Heiduk: 'Das ist Sache der Sponsoren, wir haben nichts dagegen.'

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