WESER-KURIER-Forum in der Bürgerschaft Europa ganz nah

Menschen in Bremen und umzu wollen Europa und beschäftigen sich mit der EU. Das hat das Forum von WESER-KURIER und dem Auswärtigen Amt am Freitagabend in der Bremischen Bürgerschaft deutlich gemacht.
09.12.2016, 21:24
Lesedauer: 2 Min
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Europa ganz nah
Von Jan-Felix Jasch

Menschen in Bremen und umzu wollen Europa und beschäftigen sich mit der EU. Das hat das Forum von WESER-KURIER und dem Auswärtigen Amt am Freitagabend in der Bremischen Bürgerschaft deutlich gemacht.

Auf den Stühlen im Festsaal der Bremischen Bürgerschaft liegen rote und grüne Stimmzettel. Der WESER-KURIER hat zusammen mit dem Auswärtigen Amt zu einem sogenannten Townhall-Meeting zum Thema Europa und der Frage „Welches Europa wollen wir?“ geladen. Dabei wird das Publikum in die Diskussion einbezogen. Es kommt immer wieder zu Abstimmungen über einzelne Aspekte und Redebeiträge – dazu dienen die Stimmzettel.

Gastgeber ist der Chefredakteur des WESER-KURIER, Moritz Döbler. Sein Gesprächspartner: Martin Schäfer. Er ist Sprecher des Auswärtigen Amtes und enger Vertrauter des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier. Schäfer ist gebürtiger Bremer und wuchs in Achim auf.

"Wollen wir Europa überhaupt?"

Bürgerschaftspräsident Christian Weber zeichnete in seiner Begrüßungsrede die Entwicklung von der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft bis zur Europäischen Union (EU) nach, ehe er an Moderator Moritz Döbler übergibt. Und der überrascht gleich mit seinem Gesprächseinstieg: „Wollen wir Europa überhaupt“, fragt er Martin Schäfer. Einen, im Umgang mit Medien erfahrenen Sprecher wie Schäfer bringt das nicht aus der Fassung. Er ärgere sich zwar auch manchmal über Europa, aber die Vorteile überwögen deutlich. „Einen Kompromiss zwischen Extremen zu finden – das ist Europa für mich.“

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Döbler gibt immer wieder Fragen an das Publikum weiter. Zunächst schossen die Stimmzettel zögerlich in die Höhe, später aber immer selbstbewusster. Sie nehmen auf diese Weise Stellung zu Fragen wie etwa zur Finanzkrise in Griechenland oder den Problemen, die der EU-Austritt Großbritanniens mit sich bringt. Aber so einfach ist natürlich nicht. Das wird auch an den Diskussionsbeiträgen aus dem Publikum deutlich.

Bremer führten eine lebhafte Diskussion

Die rund 100 Besucher des Gesprächs-Forums im Alter zwischen 20 und 80 Jahren stellen Fragen, die sie bewegen: Wie gefährlich ist Russland für Europa? Kann es eine einheitliche Steuerpolitik in ganz Europa geben? Muss es mehr Umverteilungen von Geldmitteln geben? Und es sind längst nicht nur Döbler und Schäfer, die antworten.

Es entwickelt sich eine lebhafte Diskussion. Lösungen können zwar nicht gefunden werden, aber eines wird deutlich: Menschen in Bremen und umzu beschäftigen sich mit der EU, haben Fragen, Wünsche und Ideen. Die alle umzusetzen, ist schwer. Sie zeigen auch nicht, welches Europa gewünscht wird, aber sie zeigen, dass die Menschen Europa wollen.

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