Knappe Finanzmittel und rückläufige Besucherzahlen

Focke-Museum in der Krise

Bremen. Das Focke-Museum steckt nach Einschätzung des Vorstands einer „hoch dramatischen Situation“. Einem internen Wirtschaftsplan zufolge gehen dem Landesmuseum spätestens ab 2012 die flüssigen Mittel aus. Gleichzeitig sind die Besucherzahlen deutlich rückläufig.
29.06.2010, 20:12
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Focke-Museum in der Krise
Von Michael Brandt

Bremen. Das Focke-Museum steckt nach Einschätzung des Vorstands einer „hoch dramatischen Situation“. Einem internen Wirtschaftsplan zufolge gehen dem Landesmuseum spätestens ab 2012 die flüssigen Mittel aus. Gleichzeitig sind die Besucherzahlen deutlich rückläufig.

Direkt nach der Sommerpause soll eine Not-Klausurtagung gemeinsam mit der Kulturbehörde stattfinden und Lösungswege aufzeigen.

Das Problem: Das Focke-Museum in Schwachhausen bekommt jährlich einen festen Zuschuss plus Extramittel aus speziellen Haushaltstöpfen – im Schnitt zwischen 2,4 und 2,5 Millionen Euro öffentliche Gelder. Allerdings reicht das nur bis 2011. Dann sorgen steigende Kosten beim Personal und bei der Energie dafür, dass das Museum mit seinem Geld nicht mehr hinkommt.

Kritiker richten bereits die Forderung an das Ressort von Kultursenator Jens Böhrnsen (SPD): Das Landesmuseum müsse einen zusätzlichen Betrag für Sonderausstellungen erhalten, um die eigene Attraktivität langfristig zu sichern.

Museumsdirektorin Frauke von der Haar und Heiner Stahn, Sprecher der Kulturbehörde, sehen noch ausreichend Zeit, um das Problem in den Griff zu bekommen.

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