Endspurt im Wahlkampf Gabriel und Rösler heute in Bremen

Bremen. Im Wahlkampf-Endspurt der Parteien laden heute Sozialdemokraten und Liberale zur Abschlusskundgebung. SPD-Chef Sigmar Gabriel und der neue FDP-Bundesvorsitzende Philipp Rösler wollen heute die Bremer Wähler mobilisieren.
19.05.2011, 09:03
Lesedauer: 1 Min
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Bremen. Im Wahlkampf-Endspurt der Parteien laden heute Sozialdemokraten und Liberale zur Kundgebung. SPD-Chef Sigmar Gabriel und Bürgermeister Jens Böhrnsen wollen ab 16:30 Uhr auf dem Marktplatz die Wähler mobilisieren. Abends kommt der neue FDP-Chef Philipp Rösler nach Bremen. Im Swissôtel am Hillmannplatz treten er und der Landesvorsitzende Oliver Möllenstedt ab 19 Uhr auf.

Zum Abschluss des Kundgebungs-Marathons will am Freitag Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel nach Bremen kommen.

Gestern hatten sich die bereits die Spitzenpolitiker von Grünen und Linken an die Bremer Wähler gewandt. Die Grünen luden zur Stromwechselparty auf den Marktplatz. Jürgen Trittin attackierte dabei in einer emotionalen Rede CDU und SPD. Der grüne Fraktionsvorsitzender im Bundestag, der aus Bremen stammt, kritisierte die Flüchtlingspolitik der CDU und sagte, die Regierungspartei würde sich nicht für eine europäische Einigung einsetzen.

Aktuell wollten viele Parteien so werden wie die Grünen – nicht nur den Atomausstieg, auch die Verkleinerung der Bundeswehr habe die Ökopartei schon vor 20 Jahren gefordert. Doch die Grünen seien bei diesen Themen besser als andere. Trittin forderte die Bremer Wähler auf, die Grünen als zweite Kraft zu stärken und so ein Signal im Bundesrat zu setzen.

Die Linke nahm sich Zeit

Die Linken nahmen sich Zeit für ihren Endspurt: Satte drei Stunden dauerte ihre Kundgebung auf dem Goetheplatz. Neben den Parteichefs Gesine Lötzsch und Klaus Ernst war auch Bundestags-Fraktionschef Gregor Gysi nach Bremen gekommen. Vor allem die bekannten Ziele der Linken erhielten Applaus von den Bremern: Zehn Euro Mindestlohn, eine Vermögenssteuer für Millionäre, bessere Löhne für Leiharbeiter und die Finanztransaktionssteuer.

Gysi betonte, soziale Gerechtigkeit sei nicht ohne Steuergerechtigkeit erreichbar. Ernst, der gerade das Klinikum Links der Weser besucht hatte, kritisierte die Ausdünnung des Krankenhaus-Personals. Die Bremer Linken-Sprecherin Doris Achelwilm freute sich, dass so viele bundespolitische Linke den Wahlkampf unterstützen. Die Linke will das Ergebnis der vergangenen Bürgerschaftswahl halten und damit auch bundespolitisch ein Signal setzen. (ssu)

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