Antrittsbesuch des Bundespräsidenten Gauck kommt bald nach Bremen

Bremen. Spät kommt er, aber er kommt. Mehr als ein Jahr nach Amtsantritt stattet Joachim Gauck dem Bundesland Bremen in Kürze seinen Antrittsbesuch als nicht mehr ganz neuer Bundespräsident ab.
03.04.2013, 13:54
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Von Thomas Joppig

Bremen. Spät kommt er, aber er kommt. Mehr als ein Jahr nach Amtsantritt stattet Joachim Gauck dem Bundesland Bremen in Kürze seinen Antrittsbesuch als nicht mehr ganz neuer Bundespräsident ab.

Gauck werde Bremen und Bremerhaven voraussichtlich noch in der ersten Hälfte dieses Jahres besuchen, sagte Senatssprecher Hermann Kleen auf Nachfrage von WESER-KURIER Online. Zur Zeit laufen laut Kleen entsprechende Gespräche zwischen Senatskanzlei und Bundespräsidialamt.

Mit einem Besuch Gaucks sei allerdings nicht vor Mai zu rechnen, ergänzt Bundespräsidialamts-Sprecher Steffen Schulze. Die Termine des Bundespräsidenten würden erst kurzfristig bekannt gegeben, da es sonst leicht zu Enttäuschungen komme, wenn ein lange angekündigter Termin nicht eingehalten werden kann.

Ein Antrittsbesuch in Niedersachsen steht am 11. April auf dem Programm des Bundespräsidenten - es ist der 11. von 16 Antrittsbesuchen. Niedersachsen und Bremen gehören damit zu den letzten Bundesländern, die Gauck offiziell besucht - Schlusslicht bildet sein Heimat-Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. In der Reihenfolge liege keine Wertigkeit, betont Schulze. Nicht selten seien es auch die Bundesländer selbst - insbesondere die Küstenländer - die sich nicht bei trübem Herbst- oder Winterwetter präsentieren wollen.

Dass ein Antrittsbesuch in einem Bundesland erst mehr als ein Jahr nach Amtsantritt erfolgt, sei mit Blick auf den engen Terminkalender eines Bundespräsidenten nichts Ungewöhnliches, ergänzt der Sprecher des Bundespräsidialamts.

Auch im Rathaus nimmt man den späten Besuch des Bundespräsidenten gelassen: „Joachim Gauck kennt Bremen ohnehin gut", sagt Senatssprecher Kleen. Er war bereits mehrfach hier - auch dank verwandtschaftlicher Beziehungen." Joachim Gaucks Tochter Gesine Lange lebt vor dem Toren Bremens – in Ritterhude.

Bürgermeister Jens Böhrnsen habe mit Gauck bereits nach dessen Wahl ins höchste Staatsamt ein gutes Gespräch geführt, sagt Kleen. „Er war der Wunschkandidat von Rot-Grün für das Amt des Bundespräsidenten, und Jens Böhrnsen hat auch nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er ihm seine Stimme gegeben hat.“

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