Knapp 1,4 Millionen Euro fürs rote Haus Geplantes Bordell steht zum Verkauf

In der Diskussion um das rote Haus im Buntentorsteinweg 40 tut sich offenbar etwas. Denn seit Neustem steht die gesamte Immobilie zum Verkauf. Das Bordell ist damit jedoch noch nicht vom Tisch.
26.08.2016, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Geplantes Bordell steht zum Verkauf
Von Kristin Hermann

In der Diskussion um das rote Haus im Buntentorsteinweg 40 tut sich offenbar etwas. Denn seit Neustem steht die gesamte Immobilie zum Verkauf. Das Bordell ist damit jedoch noch nicht vom Tisch.

In der Diskussion um das rote Haus im Buntentorsteinweg 40 tut sich offenbar etwas. Seit Neustem können die einzelnen Etagen und Wohnungen nicht mehr nur gemietet werden, sondern die gesamte Immobilie steht für einen Preis von 1.380.000 Euro zum Verkauf. Das verrät ein Blick auf die Internet-Plattform Immobilienscout 24, wo das Angebot inseriert ist. Das Objekt war vor einigen Monaten in Verruf geraten, weil der Eigentümer Genehmigungen für „erotische Massagen“ bei der Baubehörde beantragt hatte.

Eine Nutzung über alle vier Etagen wurde damals abgelehnt, ein neuer Antrag nach Angaben der Baubehörde genehmigt. Der sieht für das Erdgeschoss Gastronomie, für die ersten beiden Etagen das spezielle Massageangebot und für die übrige Fläche Wohnungen vor. Als dieses Vorhaben bekannt wurde, hatte sich unter den Bewohnern der Neustadt großer Widerstand formiert, sie gründeten ein Aktionsbündnis, um gegen die Pläne vorzugehen (wir berichteten).

Bordell hat sich noch nicht ganz erledigt

Dass das Haus nun zum Verkauf steht, weckt bei dem Aktionsbündnis Hoffnung, wie deren Mitbegründerin Leyla Cimen sagt. Wie es aber nun wirklich um die konkreten Pläne des Eigentümers bestellt ist, will die zuständige Maklerfirma Sauer Immobilien nicht rauslassen. Es gebe mehrere Interessenten und Gespräche mit dem Eigentümer für die 251 Quadratmeter große Wohnfläche. Eine weitere Option sei auch, das gesamte Haus zu vermieten. Auf die Frage, ob sich das Thema Bordell damit erledigt hat, sagte Makler Marc Sauer nur so viel: „Die geplanten Vorhaben werden ins Straßenbild passen.“

Das Aktionsbündnis will nun abwarten, was sich in den kommenden Tagen ergibt. Selbst wenn kein Bordell im Buntentorsteinweg 40 einzieht, behalten sie sich vor, die gesammelten Unterschriften der Bewohner der Politik zu übergeben, sagt Cimen. Schließlich seien sie generell gegen ein solches Etablissement in ihrer Wohngegend.

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