Kommentar über Tierversuche Guter Anfang

Dass sich die Universitäten und Institute in Niedersachsen jetzt auf Drängen des Landes gemeinsam auf die Suche nach Alternativen zu Tierversuchen machen, ist ein guter Anfang, schreibt Peter Mlodoch.
08.03.2017, 20:42
Lesedauer: 1 Min
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Guter Anfang
Von Peter Mlodoch

Dass sich die Universitäten und Institute in Niedersachsen jetzt auf Drängen des Landes gemeinsam auf die Suche nach Alternativen zu Tierversuchen machen, ist ein guter Anfang, schreibt Peter Mlodoch.

Affen mit Elektroden im Kopf, Mäuse ohne Fell, Kaninchen mit Monsteraugen – es sind Bilder wie diese, die das von Tierversuchen ausgehende Leid so drastisch dokumentieren. Die Diskussion über Sinn und Unsinn dieser Experimente läuft seit Jahrzehnten; reduziert hat sie die Anzahl der in den Laboren geschundenen Kreaturen keineswegs. Im Gegenteil: Niedersachsen meldet für das Jahr 2015 einen Anstieg der Tierversuche ums Anderthalbfache. Offensichtlich haben die schier unbegrenzten Möglichkeiten der Genforschung einen neuen Boom ausgelöst.

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Natürlich müssen Tests mit Tieren im Kampf gegen Krankheiten wie Parkinson oder Alzheimer erlaubt sein – hier geht im Zweifel der Schutz des Menschen vor. Das darf kein Freibrief fürs Forschen auf Teufel komm' raus sein. Will die Welt wirklich wissen, ob Kater genauso auf das hilflose Miauen von verlassenen Katzenbabys reagieren wie deren Mütter? Hier braucht die Wissenschaft eine stärkere Selbstverpflichtung, notfalls auch strengere Regeln. Dass sich die Universitäten und Institute in Niedersachsen jetzt auf Drängen des Landes gemeinsam auf die Suche nach Alternativen machen, ist ein guter Anfang.

hannover@weser-kurier.de

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