Kommentar über Cyber-Attacken

Hallo, wach?

Das muss man sich mal vorstellen: Ein Krankenhaus, einfach lahmgelegt. Menschen in Gefahr, womöglich in Lebensgefahr. So geschehen vor einigen Wochen in Neuss. Hacker waren es, die den Klinikbetrieb zum Erliegen brachten.
19.03.2016, 00:00
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Hallo, wach?
Von André Fesser
Hallo, wach?

Symbolbild: Ein- und Ausschusslöcher als Blickfang bei der CeBit in Hannover.

dpa

Das muss man sich mal vorstellen: Ein Krankenhaus, einfach lahmgelegt. Menschen in Gefahr, womöglich in Lebensgefahr. So geschehen vor einigen Wochen in Neuss.

Nicht ein Feuer war schuld oder ein Stromausfall. Hacker waren es, die den Klinikbetrieb zum Erliegen brachten. Einfach so, per Cyber-Attacke. Seitdem sind Kommunen und Unternehmen in Unruhe versetzt und prüfen ihre Sicherheitssysteme. Man spricht nicht gern drüber, denn wer gibt schon gern zu, dass er angreifbar ist?

Dabei ist die Gefahr allgegenwärtig, und ein jeder ist davon betroffen. Das fühlt sich nicht gut an, schärft aber die Sinne für die Herausforderung. Letztlich ist die Bedrohung menschengemacht. Fast niemand käme auf die Idee, seine Wohnungstür offen stehen zu lassen, wenn er das Haus verlässt. Beim Wandeln durch die digitale Welt verhalten sich viele Nutzer aber genau so. Ein lustiger E-Mail-Anhang? Klick! Ein Gewinnspielversprechen? Klick! Reizende Videos? Doppelklick!!

Der Angriff auf das Krankenhaus in Neuss ging noch glimpflich ab: keine Opfer. Ein Warnschuss. Hoffentlich sind jetzt alle wach. andre.fesser@weser-kurier.de

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