Kommentar zu Jugendämtern

Helfern helfen

Im Jugendamt sollen 76 Stellen aufgebaut werden, um die Arbeitsbelastung zu reduzieren. Das ist dringend geboten, findet Lisa-Maria Röhling. Es steht nicht weniger als das Wohl zahlreicher Kinder auf dem Spiel.
27.11.2019, 20:13
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Helfern helfen
Von Lisa-Maria Röhling
Helfern helfen

Das Personal in den Bremer Jugendämtern soll aufgestockt werden.

ARNO BURGI/DPA

Wer Hilfe braucht, sollte sie auch bekommen. Das gilt nicht nur für Eltern, die in ihrer Rolle als Erziehungs-­berechtigte überfordert sind, sondern besonders für Kinder, die im schlimmsten Fall umgeben von Armut, Vernachlässigung oder sogar Gewalt aufwachsen müssen. Um sie zu schützen, sind engagierte Sozialarbeiter und Fallmanager bei den Jugendämtern unabdingbar. Ist ihr Arbeitspensum zu hoch, wirkt sich das nicht nur auf ihre ­Gesundheit aus. Es steht nicht weniger als das Kindeswohl auf dem Spiel, wenn den Helfern keine Hilfe gewährt wird.

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Fallmanager müssen entlastet werden, eine Aufstockung der Stellen ist überfällig. Besonders in Bremen, wo der Fall Kevin auch 13 Jahre später noch immer in all seiner Grausamkeit nachwirkt, sollte klar sein, welche Verantwortung diese Männer und Frauen haben, unter welchem Druck sie stehen und wie wichtig ihre Arbeit ist. ­Rot-Grün-Rot tut gut daran, die notwendigen sechs Millionen Euro in die Hand zu nehmen. Auch wenn die Geno und der Flughafen dringend bezuschusst werden ­müssen: Sparkurse in der Kinderversorgung, egal an welcher Stelle, treffen immer die Falschen.

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