Gesundheitsressort Impfstoffe sollen nächste Woche wieder lieferbar sein

Bremen. Das Paul-Ehrlich-Institut signalisierte am Montag Entwarnung: Der Engpass bei den Impfstoffen für Kinder sei voraussichtlich in der kommenden Woche behoben. In Bremen gebe es bisher keine Beschwerden von Kinderärzten über fehlenden Impfstoff, erklärt Petra Kodré, Sprecherin von Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter.
08.02.2010, 12:17
Lesedauer: 1 Min
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Bremen. Das Paul-Ehrlich-Institut signalisierte am Montag Entwarnung: Der Engpass bei den Impfstoffen für Kinder sei voraussichtlich in der kommenden Woche behoben. In Bremen gebe es bisher keine Beschwerden von Kinderärzten über fehlenden Impfstoff, erklärt Petra Kodré, Sprecherin von Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter.

"Wir haben keine Übersicht, aber bisher ist uns nichts von irgendwelchen Problemen zu Ohren gekommen", so Kodré. Auch die Hirsch-Apotheke, die viele Ärzte mit Impfstoff versorgt, hat noch genügend Reserven: "Das ist in jeder Hinsicht ausreichend", so Inhaber Christian Suwelack. Selbst wenn es zwischenzeitlich zu Engpässen käme, bedeute das keine Katastrophe: "Man kann die Kinder zu unterschiedlichen Zeitpunkten impfen, eine Drei- oder Vierfachimpfung ist angenehmer, muss aber nicht unbedingt sein".

Die Diskussion um die Impfstoffe hatte ein Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) ausgelöst. Danach gebe es Lieferschwierigkeiten für sieben Kinder-Impfstoffe, mit denen unter anderem gegen Krankheiten wie Masern, Mumps und Keuchheusten immunisiert wird. Am Montag ruderte das Paul-Ehrlich-Institut, das in dem Artikel zitiert wird, aber schon wieder zurück.

Die Impfstoffe, deren Produktion wegen der Herstellung des Mittels gegen die Schweinegrippe ins Hintertreffen geraten war, seien voraussichtlich in der kommenden Woche wieder verfügbar, heißt es auf der Homepage des Instituts.  Dabei berufen die Wissenschaftler sich auf Angaben des britischen Herstellers GlaxoSmithKline (GSK).

Außerdem gebe es Alternativen für den nicht lieferbaren Vierfach- ImpfstoffPriorix-Tetra von GSK: Gegen Masern, Mumps und Röteln seien die Impfstoffe Priorix der Firma GSK und M-M-RVAXPRO der Firma Sanofi Pasteur MSD verfügbar. Bezüglich der Windpockenkomponente könne der Einzelimpfstoff Varivax der Firma Sanofi Pasteur MSD eingesetzt werden. Außerdem prüft das PEI zurzeit die Verfügbarkeit weiterer Alternativprodukte, auch von anderen Herstellern als GSK.

Auch beim Sechsfach- ImpfstoffInfanrix Hexa hatte GSK nach Medienberichten Lieferengpässe eingeräumt. (she/dpa)

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