Kinderbetreuung in Bremen Kirche erhöht Zahl der Krippenplätze

Bremen. Die Bremische Evangelische Kirche (BEK), mit insgesamt 4200 Plätzen der größte freie Träger von Kindergärten in Bremen, hat am Dienstag sein Programm für das neue Kindergartenjahr vorgestellt. Von Donnerstag an läuft bis zum 26. Januar die Anmeldefrist.
06.01.2010, 02:24
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Kirche erhöht Zahl der Krippenplätze
Von Jürgen Hinrichs

Bremen. Ab in die Startlöcher, allesamt, denn jetzt kommt es für die Eltern darauf an, wo sie ihren Nachwuchs unterbringen können. In den staatlichen Krippen, Kindertagesstätten und Horten oder bei einem freien Träger. Die Bremische Evangelische Kirche (BEK), mit insgesamt 4200 Plätzen der größte freie Träger von Kindergärten in Bremen, hat am Dienstag sein Programm für das neue Kindergartenjahr vorgestellt. Von Donnerstag an läuft bis zum 26. Januar die Anmeldefrist.

An der Anzahl von Plätzen an den 64 Kindergarten-Standorten der BEK hat sich gegenüber den Vorjahren nichts geändert. Wohl aber an der Intensität der Betreuung. 'Wir bieten vermehrt Ganztagsplätze an', sagte Carsten Schlepper, Chef des Landesverbandes evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder. Dies decke sich mit den Wünschen der Eltern, aber eben auch mit dem politischen Willen in Bremen. Schlepper ist deswegen sicher, dass die BEK vom Land genügend Geld bekommt, um das ausgeweitete Angebot in diesem Bereich zu finanzieren. Die Verhandlungen darüber seien jedoch noch nicht abgeschlossen.

Je nach Größe der Kindertagesstätten, hat die Kirche eigene Küchen eingerichtet. Für eine eigene Küche muss die Kita mindestens drei Gruppen von je 20 Kindern haben; sind es weniger, wird das Mittagessen angeliefert. Den Bedarf für eine Ganztagsbetreuung sieht das Land nach Darstellung von Schlepper insbesondere dann, wenn die Eltern beruflich stark eingespannt sind. 'Probleme mit der Finanzierung wird es dann geben, wenn solche Kriterien eine Rolle spielen, wie zum Beispiel die besondere Problematik eines Einzelkindes', erläuterte Schlepper. In solchen Fällen müsse die Kirche wohl Geld zuschießen, um auch diesen Kindern eine Ganztagsbetreuung zu ermöglichen.

Bei den Krippenplätzen will die BEK in diesem Jahr elf weitere Standorte schaffen. Noch einmal so viele sollen im Jahr danach dazukommen. Im Ganzen würden damit nach Darstellung der Kirche 200 zusätzliche Plätze zu den 300 bereits vorhandenen angeboten. Eine Aufstockung, die schon dadurch notwendig werde, weil es ab dem Jahr 2013 einen Rechtsanspruch der Eltern auf einen Krippenplatz für ihre Kinder gebe.

Die Hortplätze will die BEK laut Schlepper 'Zug um Zug' abbauen. Grund: Sie sind auf mittlere Sicht nicht mehr notwendig, wenn, wie geplant, Grundschulen mehr und mehr zu Ganztagsschulen ausgebaut werden. Auf diesem Feld sieht Carsten Schlepper aber ein Problem für die Kinder, die wegen einer Behinderung eine besondere Betreuung benötigen. 'Ganztagsschulen können dies so kurz nach der Umstellung in der Regel nicht auch noch leisten. Schlepper: 'Wir müssen deshalb für diese Kinder Sonderhorte gründen.' Etwas, was grundsätzlich dem Gedanke der Integration widerspreche. In Gesprächen mit dem Bildungs- und Sozialressort solle nun über Abhilfe nachgedacht werden.

Weitere Informationen bietet der Landesverband unter www.kiki-bremen.de

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+