Eltern und Beschäftigte kritisieren den Senat

Kita-Protest vor dem Rathaus in Bremen

Bis zu 450 Kita-Angestellte und Eltern haben am Dienstagvormittag gegen größere Gruppen in Kindergärten demonstriert.
16.05.2017, 07:46
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Kita-Protest vor dem Rathaus in Bremen

Eltern und Kita-Angestellte protestieren vor dem Bremer Rathaus gegen die geplante Vergrößerung der Gruppen von 20 auf 21 Kinder.

Vanessa Ranft

Bis zu 450 Kita-Angestellte und Eltern haben am Dienstagvormittag gegen größere Gruppen in Kindergärten demonstriert.

Sie protestierten gegen die Pläne von Bildungssenatorin Bogedan, die Gruppengröße in Kitas von 20 auf 21 Kinder zu erhöhen. "Kindertagesstätten verkommen zu Verwahrungseinrichtungen. Das dürfen wir nicht zulassen", kritisierte eine Rednerin.

Carsten Sieling (SPD) versuchte die Strategie des Senats zu erklären: "Wir bauen, wir schaffen Kapazitäten", sagte der Bürgermeister. "Aber das reicht nicht. Und deswegen wird es zu diesem 21. Kind kommen."

Der Senat wolle nicht wieder in die Situation kommen, wie im vergangenen Sommer, wo "wir leider vielen hundert Kindern und auch deren Eltern sagen mussten, dass wir keine Plätze bieten können", so Sieling.

Deshalb will die Bildungssenatorin 600 zusätzliche Kita-Plätze schaffen. Die Maßnahme soll laut Bildungsbehörde nur eine Übergangslösung sein, bis zusätzliche Einrichtungen geschaffen wurden.

Die Kritik an der Behörde fällt besonders drastisch aus, da schon seit Längerem abzusehen war, dass es in Bremen an Kita-Plätzen mangelt. Container-Kitas sollten das Problem kurzfristig abfedern, jedoch gab es bei einigen Einrichtungen Probleme mit den Baugenehmigungen. Zudem sind noch nicht alle Stellen besetzt. (wk)

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