Peter Mlodoch über den Masterplan Salz Kommentar: Interessenlagen

Die Weser soll durch weniger Salz sauberer werden, so sieht es der „Masterplan Salzreduzierung“ vor. Eine Oberweser-Pipeline für den Norden stößt bei Autor Peter Mlodoch auf Skepsis.
30.03.2016, 00:00
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Kommentar: Interessenlagen
Von Peter Mlodoch

Die Weser soll durch weniger Salz sauberer werden, so sieht es der „Masterplan Salzreduzierung“ vor. Eine Oberweser-Pipeline für den Norden stößt bei Autor Peter Mlodoch auf Skepsis.

Kaum ist der Masterplan für weniger Salz in der Weser unter Dach und Fach, droht er auch schon wieder zerredet zu werden. Zu weit liegen die Hoffnungen auf sauberes Wasser und die Sorgen der Kali-Industrie um Gewinne und Arbeitsplätze auseinander.

Erschwerend kommt hinzu, dass die drei hauptbetroffenen Weser-Länder trotz ihrer grünen Umweltressortchefs unterschiedliche Interessen verfolgen. Bremen und insbesondere Niedersachsen wehren sich gegen die schädliche Salzlauge. Hessen als Kali-Standort lässt sich dagegen im Kampf um eine bessere Ökologie immer wieder vom arg strapazierten Job-Argument bremsen.

Eine Oberweser-Pipeline käme den Hessen dabei durchaus zupass, schließlich würde ein solches Rohr die eigenen Flussabschnitte entlasten. Der Norden dagegen bekäme per Rohrleitung den geballten Dreck ab. Deswegen kann es nur ein klares Nein zu einem wie auch immer dimensionierten Bypass geben. Absoluten Vorrang muss die Vermeidung der Salzabfälle an der Quelle haben. Und wenn das nicht reicht, muss man eben auch die Produktion drosseln.

hannover@weser-kurier.de

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