Kommentar zu drohenden Streiks Mehr Anerkennung für die Straßenreiniger

Von mehr Anerkennung „systemrelevanter“ Berufe ist in letzter Teil viel die Rede. Bei der Bremer Straßenreinigung könnten die Arbeitgeber ein Beispiel geben, meint Jürgen Theiner.
20.03.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Mehr Anerkennung für die Straßenreiniger
Von Jürgen Theiner

Straßenreinigung ist harte, anstrengende Arbeit. Natürlich könnte man einwenden: Wer diese Tätigkeit verrichtet, braucht keine berufliche Qualifikation. Doch das macht die Arbeit nicht weniger hart und anstrengend. Man stelle sich nur einen Moment lang vor, wie es im öffentlichen Raum aussähe, wenn sich die Straßenkehrer nicht jeden Tag der Müllflut entgegenstemmen würden.

2800 Euro bringt ein Mitarbeiter der Straßenreinigung am Monatsende nach Hause, wenn er seit zehn Jahren im Beruf ist. Brutto, wohlgemerkt. Nach Steuern und Sozialabgaben reicht das neben der Miete für einen bescheidenen Lebensstandard. Im Ruhestand droht Altersarmut. Denn wer von einem niedrigen Gehalt geringe Rentenbeiträge zahlt, wird später ein Fall für die Grundsicherung.

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Eine ergänzende betriebliche Altersvorsorge soll die Mitarbeiter der Bremer Straßenreinigung hiervor bewahren. Die Tarifverhandlungen haken derzeit vor allem bei dieser Zusatzleistung. Es wäre anständig, wenn sich die Arbeitgeberseite ein Stück bewegen würde.

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