Reaktionen zur Entwicklung der Privatuni

Kritischer Blick auf Jacobs-Uni

Bremen. Die rot-grüne Regierungskoalition betrachtet die Entwicklung der Jacobs University in Bremen Nord offenbar zunehmend skeptisch.
10.01.2014, 15:17
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Die rot-grüne Regierungskoalition betrachtet die Entwicklung der Jacobs University in Bremen Nord offenbar zunehmend skeptisch.

Bis einschließlich 2017 zahlt Bremen jährlich 3 Millionen Euro an die Hochschule, danach soll sie auf eigenen Beinen stehen. Die Schritte hin zu einem Haushalt der unter Berücksichtigung der Förderung durch die Jacobs Foundation (JUB) ausgeglichen sein soll, werden regelmäßig überwacht.

Wenn es begründete Zweifel an einem Gelingen der Sanierung gebe, „muss Bremen auch die vertragliche Situation für einen Ausstieg prüfen“, sagte der wirtschaftspoltische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Andreas Kottisch.

Grünen-Fraktionschef Matthias Güldner äußert inzwischen eine gewisse Skepsis, wenn er über die JUB spricht. „Natürlich hoffen wir, dass die Hochschule erhalten werden kann“, sagte er, „aber wir müssen den Prozess kritisch begleiten – und wir sollten uns auf alle Eventualitäten vorbereiten.“ Dass der Vertrag zwischen Universität, dem Land Bremen und Jacobs Foundation Kontroll- und Ausstiegsmöglichkeiten vor sehe sei eine richtige Entscheidung gewesen, sagte Güldner.

Im Februar, so heißt es in Senatskreisen, sei die nächste Sitzung des Boards of Governors, einer Art Aufsichtsrat der Universität, angesetzt. Bei diesem Termin müsse die JUB einen Plan vorlegen, wie sie die Haushaltssanierung schaffen will – und man werde sich diesen Plan genau ansehen.

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