Unterrichtsausfall in Bremen Lehrer wollen streiken

Bremen. Bremens Lehrer haben beschlossen, zu streiken. Bei der jährlichen Personalversammlung am Dienstag im Pier 2 stimmten rund 3000 Beschäftigte den Arbeitskampf zu.
30.04.2013, 09:55
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Von Swantje Friedrich und Charlotte Ebert

Bremen. Bremens Lehrer haben beschlossen, zu streiken. Bei der jährlichen Personalversammlung am Dienstag im Pier 2 stimmten rund 3000 Beschäftigte den Arbeitskampf zu.

Der Landesvorstandssprecher der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (Gew), Christian Gloede, hatte zum Streik aufgerufen. Als mögliche Streiktage sah Gloede den 15. und 16. Mai sowie den 19. und 20. Juni. An diesen Terminen tagt die Bremische Bürgerschaft. Es geht unter anderem um des kürzlich beschlossene Besoldungsgesetz. Die Politiker hatten sich dagegen entschieden, den Tariferhöhung für die Angestellten im öffentlichen Dienst eins zu eins auf die Beamten zu übertragen.

Wegen der Personalversammlung ist am Dienstagvormittag an einigen Schulen in Bremen der Unterricht ausgefallen. An Grundschulen werde der Unterricht durch Notdienste gewährleistet.

Die GEW kritisiert zudem eine unzureichende Finanzmittelzuweisung für Schulen. Bei der Haushaltsklausur des Bremer Senats am 5. April wurde beschlossen, 7,5 Millionen Euro im Jahr für zusätzliche Lehrer auszugeben. Dadurch sollen neue Lehrerstellen geschaffen werden. "Es wird so getan, als könne man mit 7,5 Millionen tatsächlich 196 neue Stellen finanzieren", sagt GEW-Sprecher Gloede. Er bezweifele, dass es künftig tatsächlich 196 zusätzliche Lehrerstellen geben werde.

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