Scharfe Kritik an Bremer Religionsdiskussion Liberale halten Aussagen der CDU für gefährlich

Bremen. Die FDP hat sich in die aktuelle Debatte über das Verhältnis von Kirche und Staat eingeschaltet. Die Liberalen werfen der CDU vor, die historische Wahrheit zu verdehen.
Lesedauer: 1 Min
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Von Anne-Christin Klare

Bremen. Auch die FDP-Bürgerschaftsfraktion bezieht Stellung zur aktuellen Religionsdiskussion. „Unsere Kultur basiert nicht allein auf christlichen Traditionen, sondern hat ebenso keltische Einflüsse“, sagt der kirchen- und religionspoitische Sprecher der Fraktion Magnus Buhlert. Die FDP distanziert sich damit deutlich von den Aussagen der CDU.

„Wer das Christentum als Basis der Menschenrechte und unseres Rechtstaates sieht, ist gedanklich im Mittelalter stehen geblieben“, kommentiert Buhlert eine Äußerung der CDU-Politikerin Elisabeth Motschmann.

Sie hatte erklärt, dass das christliche Menschenbild die Basis der deutschen Kultur sei. Entgegen der Aussagen der CDU seien die Menschenrechte und der Rechtstaat durch Aufklärung und Humanismus und gegen teilweise heftige Widerstände aus den christlichen Kirchen erkämpft worden, argumentieren jedoch die Liberalen.

Die FDP hält die Aussagen der CDU nicht nur für falsch, sondern auch für gefährlich: „Muslimen, Hindus und Atheisten wird per se die Fähigkeit zu demokratischem Zusammenleben abgesprochen.

Wer aber an gesellschaftlichem Frieden interessiert ist, der kann dies nur auf einem allgemeinen, alle Religionen und Weltanschauungen übergreifenden Fundament erreichen“, so Buhlert. „Es ist nicht zulässig, wenn mit Religion Politik gemacht wird und andere Religionen schlecht geredet werden.“

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