Neun Jugendliche umquartiert Mehrere Auseinandersetzungen unter Flüchtlingen

In der Flüchtlingsunterkunft in der Nähe des Fallturms ist es am Donnerstag zu größeren Auseinandersetzungen gekommen. Mehrfach musste die Polizei ausrücken, neun syrischen Jugendliche wurden umquartiert.
10.09.2015, 14:10
Lesedauer: 1 Min
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Mehrere Auseinandersetzungen unter Flüchtlingen
Von Ralf Michel

In der Flüchtlingsunterkunft „Am biologischen Garten“ in der Nähe des Fallturms ist es am Donnerstagmittag und am Nachmittag zu größeren Auseinandersetzungen gekommen. Nach Angaben der Polizei war der Auslöser dafür die Qualität des Mittagessens.

Der Vorfall hat sich im Zelt des Trägers „Wolkenkratzer“ ereignet, in dem 104 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht sind. Laut Pressestelle der Polizei soll einer der Flüchtlinge mit dem Essen unzufrieden gewesen sein und sein Tablett durchs Zelt geschleudert haben. Daraufhin brach ein Tumult aus, es kam zu handgreiflichen Auseinandersetzungen. Beteiligt sollen daran etwa 40 bis 50 Jugendliche gewesen sein. Gestritten hätten sich vor allem Flüchtlinge aus Afghanistan und aus Syrien.

Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot im Einsatz und habe die Lage sehr schnell im Griff gehabt, so Pressesprecher Niels Matthiesen. „Als die Kollegen eintrafen, hatte sich die Situation bereits weitgehend beruhigt. Es musste niemand mehr gewaltsam auseinandergebracht werden.“

Neun Jugendliche umquartiert

Am Nachmittag musste die Polizei erneut ausrücken, weil es wieder zu Streitereien in dem Zelt kam. Diesmal sollen auch syrische Flüchtlinge aus anderen Wohnheimen beteiligt gewesen sein. Um die Situation zu beruhigen wurden die neun syrischen Jugendlichen aus dieser Unterkunft am frühen Abend in eine andere Unterkunft umquartiert.

Dass die Polizei trotzdem ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet hat, liegt daran, dass einer der Flüchtlinge in dem Handgemenge einen Feuerlöscher betätigt hat. Dadurch wurde ein anderer Flüchtling leicht verletzt.

In der Unterkunft sind 109 Jugendliche untergebracht, vor allem aus Afghanistan, Syrien, Guinea, Gambia und Somalia.

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