Bremer SPD-Vorsitz Mitglieder sollen ihre Meinung sagen

Bremen. Der SPD-Landesvorstand hat sich dafür ausgesprochen, dass der Wahl des oder der künftigen Landesvorsitzenden am 5. Juni eine Mitgliederbefragung vorgeschaltet wird. Stimmberechtigt sind dabei alle, die am Stichtag 30. April als Parteimitglied registriert sind.
16.04.2010, 19:40
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Mitglieder sollen ihre Meinung sagen
Von Wigbert Gerling

Bremen. Der SPD-Landesvorstand hat sich gestern dafür ausgesprochen, dass der Wahl des oder der künftigen Landesvorsitzenden am 5. Juni eine Mitgliederbefragung vorgeschaltet wird. Stimmberechtigt sind dabei alle, so hieß es gestern Abend nach der Sitzung der sozialdemokratischen Führung, die am Stichtag 30. April als Parteimitglied registriert sind. Der Landesvorstand einigte sich überdies darauf, dass er das Ergebnis der Befragung als Personalvorschlag für den entscheidenden Landesparteitag am 5. Juni übernimmt, wenn sich mindestens zehn Prozent der Mitglieder an der Befragung beteiligen.

Karin Jöns oder Andreas Bovenschulte - das ist dann aller Voraussicht nach die Frage, zu der sich die Mitglieder im Mai auf vier 'Regionalkonferenzen' äußern können. Auftakt soll am 11. Mai in Bremen sein, es folgen die Termine am 20. Mai in Bremen-Nord und 26. Mai in Bremerhaven, bevor dann das Finale am 29. Mai wieder in Bremen ist. Wie es gestern hieß, sollen in dieser Phase keine Zwischenergebnisse veröffentlicht werden. Der Ausgang der Mitgliederbefragung werde gebündelt nach dem letzten stadtbremischen Termin Ende Mai veröffentlicht.

Unterdessen war Karin Jöns gestern von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) einstimmig als Kandidatin für den Landesvorsitz nominiert worden. Sie habe, so hieß es dazu in einer Erklärung der SPD-Organisation, 'weit über Bremens Stadtgrenzen hinaus Erfahrungen gesammelt', sei auf den Gebieten von Arbeits- und Sozialpolitik versiert 'und auch frauenpolitisch engagiert'.

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen unterstützte es, dass es bei der Wahl der Parteiführung eine Wahl zwischen Andreas Bovenschulte und Karin Jöns gebe. Daran geknüpft ist der AsF-Aufruf, 'der mindestens gleich qualifizierten Frau die Stimme zu geben'. Damit könnte die Partei 'eine ihrer eigenen Forderungen erfüllen und die Untererepräsentanz von Frauen in Spitzenpositionen auch in den eigenen Reihen verringern'.

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