Klimaschutz in Bremen Nicht genug CO2 eingespart

Bremen. 2020 soll in Bremen 40 Prozent weniger CO2 ausgestoßen werden als 1990 – so die Zielvorgabe. Jetzt zeigt eine Studie, dass die Emissionen sich nur um 8,3 Prozent verringert haben.
23.05.2013, 13:23
Lesedauer: 1 Min
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Von Christina Schmidt

Bremen. 2020 soll in Bremen 40 Prozent weniger CO2 ausgestoßen werden als 1990 – so lautet das ambitionierte Ziel, dass sich Bremen 2009 setzte. Jetzt zeigt ein erstes Monitoring, dass die Emissionen insgesamt nur um 8,3 Prozent verringert werden konnten.

In einigen Bereichen wird sogar mehr CO2 produziert, beispielsweise dadurch, dass der private und der gewerbliche Stromverbrauch angestiegen sind, lautet das Ergebnis einer Studie, die am Donnerstag im Beisein von Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) vorgestellt wurde. Das Monitoring vergleicht die CO2-Emissionen im Zeitraum von 1990 bis 2010. Etwa 573 000 Tonnen Kohlendioxid werden in Bremen weniger freigesetzt.

Gemessen wurden die CO2-Emission von Wohngebäuden, der Industrie und im Gewerbe und des Verkehrs. Ein Großteil habe durch die verbesserte Dämmung von Häusern eingepart werden können, sagt Senator Lohse.

Auch im Bereich Verkehr habe man zehn Prozent einsparen können. „Das ist relativ erfreulich angesichts des großen Produktionsverkehrs“, sagt Lohse. Laut Lohse ist diese Einsparung auf den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Radwege zurück zu führen.

Das Monitoring soll im Jahresrhythmus fortgeschrieben werden. „Die kommenden Bilanzen werden besser“, sagt Lohse. Er verweist darauf, dass viele Maßnahmen erst in den vergangenen Jahren begonnen wurden, ihr Effekt sich erst nach einiger Zeit in den Bilanzen widerspiegeln wird. Dennoch ist er sich bereits jetzt sicher: „Man wird an den Kohlestrom heran müssen.“

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