Kommentar zum ÖPNV

Die Angst fährt mit

Der öffentliche Nahverkehr muss mit Kampagnen und attraktiven Angeboten das Vertrauen der Kunden wieder gewinnen. Dafür braucht es einen zweiten Rettungsschirm, meint Pascal Faltermann.
06.05.2021, 21:25
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Die Angst fährt mit
Von Pascal Faltermann
Die Angst fährt mit

Nur wenn der öffentliche Nahverkehr als eine echte Alternative zum Auto wahrgenommen wird, kann er seine Position als umweltverträglicher Verkehrsträger sichern.

Christina Kuhaupt

Der öffentliche Nahverkehr befindet sich in einer verzwickten Lage. Er ist ein Sorgenkind, weil durch Kurzarbeit, Homeoffice, ausgefallene Veranstaltungen und wegbleibende Touristen die Fahrgastzahlen sinken und Abos gekündigt werden. Zudem fährt in der Pandemie die Angst vor einer Ansteckung mit. Vor allem, wenn die Fahrzeuge voll sind. Den Verkehrsunternehmen brechen die Einnahmen weg. Die Verluste müssen Bund und Kommunen mit einem zweiten Rettungsschirm ausgleichen.

Der ÖPNV ist auch Hoffnungsträger, weil er für eine Verkehrswende und den Klimaschutz zwingend gebraucht wird. Busse, Straßen- und Eisenbahnen sind energieeffizienter als der Pkw-Verkehr, das belegen Studien. Um mit dem Nahverkehr in eine grünere Zukunft zu fahren, muss das Vertrauen der Kunden zurückgewonnen werden. Dafür braucht es Investitionen in Kampagnen und Angebote. Der ÖPNV kann seine Position als umweltverträglicher Verkehrsträger nur sichern, wenn er als bessere Alternative zum Auto wahrgenommen wird.

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