Einstimmiger Beschluss Parlament für mehr Carsharing

Bremen. Die Stadtbürgerschaft hat beschlossen, dass das Carsharing „auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet“ wird.
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Parlament für mehr Carsharing
Von Wigbert Gerling

Bremen. Die Stadtbürgerschaft hat sich gestern einstimmig dafür ausgesprochen, dass das Carsharing, bei dem ein Auto von mehreren Nutzern gefahren wird, „auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet“ wird. Das Parlament verlangt von der Landesregierung unverzüglich ein Konzept, wie diese Zielsetzung staatlich flankiert werden kann. Zudem soll der Senat prüfen, so heißt es in dem parlamentarischen Beschlussvorschlag, wie die Carsharing-Stationen besser sichtbar gemacht werden können.

Der Antrag für die Stadtbürgerschaft stammte aus den Reihen des rot-grünen Regierungsbündnisses, wurde aber auch von den Oppositionsfraktionen CDU und Linke unterstützt. Bis 2020 sollen sich demnach 20000 Bremerinnen und Bremer am Carsharing beteiligen. Dies entspreche einer Entlastung des Verkehrs um rund 6000 rein privat genutzter Fahrzeuge.

Der grüne Abgeordnete Ralph Saxe betonte, wenn sich immer mehr Interessenten ein Auto teilten, dann trage dies unter anderem dazu bei, den Parkdruck in der Stadt abzubauen. Es sei nun an der Zeit, auch bisher in Bremen „unterversorgte Gebiete“ in das Modell einzubeziehen. Sein Motto: „Carsharing für alle!“

Sozialdemokrat Arno Gottschalk verwies auf den umweltfreundlichen Effekt, wenn es mehrere Nutzer für ein Auto gebe. Das Carsharing sei überdies – bei kürzeren Strecken ohnehin – „deutlich kostengünstiger“, so dass damit privaten Haushalten mit kleineren Budgets „Automobilität ermöglicht“ werde. Gottschalk: „Carsharing macht nicht nur ökologisch einen Sinn, sondern hat auch eine soziale Dimension“.

Auch der Linke Klaus-Rainer Rupp bescheinigte dem Modell Carsharing den Rang einer „guten Idee“. Es gebe zwar den Vorbehalt, dass damit die „Einstiegsdroge“ für ein späteres Leben mit eigenem Wagen geliefert werde, aber in der jüngeren Generation habe das Auto als Statussymbol ohnehin unverkennbar an Strahlkraft eingebüßt.

Der grüne Verkehrssenator Joachim Lohse betonte, es gebe in Bremen Carsharing zwar noch nicht flächendeckend – „aber wird sind auf gutem Wege.“

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